Leicht sei ihm dieser Schritt nicht gefallen. „Nach 13 Jahren Engagement als Mandatsträger und ebenso vielen Jahren zuvor als Aktivist und Freiwilliger ist diese Entscheidung alles andere als einfach“, schrieb Lachaert. Mehrere Ereignisse der vergangenen Wochen hätten für ihn jedoch „das Fass zum Überlaufen gebracht“. Näher ging er darauf nicht ein.
Sein Mandat im Regionalparlament will Lachaert behalten. Er sei vor zwei Jahren direkt von den Wählern gewählt worden und wolle diese weiterhin vertreten – künftig allerdings auf eine Weise, die besser zu ihm passe und ihm mehr politischen Spielraum lasse.
„Nach reiflicher Überlegung bin ich zu dem Schluss gekommen, dass mir die Freiheit eines unabhängigen Abgeordneten deutlich mehr Möglichkeiten geben wird, die Stimme meiner Wähler zu Gehör zu bringen“, erklärte Lachaert.
Der Schritt folgt auf eine politisch unruhige Phase für Lachaert: Bereits am 10. September hatte er sein Amt als Fraktionsvorsitzender niedergelegt; die flämischen Medien berichteten damals ausführlich über seinen Rückzug. (belga/calü)

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