Die offizielle Namensgebung der „Maeterlinck“ findet am Samstag in Kunming, der Hauptstadt der südwestchinesischen Provinz Yunnan, statt. Anlass ist das 55-jährige Bestehen der diplomatischen Beziehungen zwischen Belgien und China. Bei der Zeremonie soll auch die genaue botanische Bezeichnung der neuen Sorte bekanntgegeben werden.
Die Wahl Maeterlincks ist kein Zufall. Der 1862 in Gent geborene und französischsprachige Schriftsteller beschäftigte sich intensiv mit der Natur. In seinem 1907 erschienenen Essay „L'intelligence des fleurs“ setzte er sich mit den Eigenschaften, der Anpassungsfähigkeit und den Überlebensstrategien von Pflanzen auseinander. Das Werk wurde auch ins Chinesische übersetzt.
„Dass eine Rhododendron-Sorte aus Yunnan heute den Namen Maeterlinck trägt, ist eine besonders schöne Möglichkeit, sein Werk wieder ins Bewusstsein zu rücken und mit der Welt der Natur zu verbinden“, erklärte Nicolas Maeterlinck, Generalsekretär der Maurice-Maeterlinck-Stiftung.
Auch der belgische Botschafter in China, Bruno Angelet, sieht in der Namensgebung eine „schöne Brücke zwischen dem belgischen Kulturerbe und der botanischen Expertise Yunnans“.
Maurice Maeterlinck erhielt 1911 den Nobelpreis für Literatur und ist bis heute der einzige Belgier, dem diese Auszeichnung verliehen wurde. (belga/rt)

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