Die Aktion begann kurz nach 14.30 Uhr, als im Parlament die erste Plenarsitzung nach der Sommerpause startete. Nach Absprache mit der Polizei entfernten die Aktivisten das Banner später selbst. Auch von der Besuchertribüne der Kammer aus versuchten Greenpeace-Mitglieder, auf ihre Forderungen aufmerksam zu machen. Die Sitzung wurde dadurch nicht unterbrochen.
Greenpeace kritisiert nach einem Sommer mit Hitzewellen, Trockenheit und zahlreichen Waldbränden die Klimapolitik der Regierung. Das Jahr 2026 müsse ein „Weckruf“ sein. Energie- und Klimaexpertin Elodie Belleflamme verwies dabei auf die Folgen der Hitze. Nach Angaben des Gesundheitsinstituts Sciensano starben während der drei Hitzewellen dieses Sommers in Belgien 2.935 Menschen zusätzlich.
Die Organisation fordert unter anderem, Wohnungen, Krankenhäuser und Pflegeheime besser gegen Hitze zu schützen und mehr Raum für die Natur zu schaffen. Zudem müsse der Staat Bürger und Unternehmen stärker beim Ausstieg aus fossilen Brennstoffen unterstützen.
„Wir wissen, dass die Lösungen existieren“, sagte Belleflamme. Nun müsse die Regierung Verantwortung übernehmen. Greenpeace warnt zugleich vor den wirtschaftlichen Folgen des Klimawandels. Allein die Hitzewelle im Juni habe Belgien nach Angaben der Organisation innerhalb von drei Tagen rund eine halbe Milliarde Euro gekostet. „Heute zu handeln, wird weniger kosten, als überhaupt nichts zu tun“, so Belleflamme. (belga/calü)

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