Unter dem Titel „Im Grunde gut? Perspektiven auf die Natur des Menschen“ befasst sich der Abend mit zwei Büchern: „Im Grunde gut“ des niederländischen Historikers Rutger Bregman und „Anfänge: Eine neue Geschichte der Menschheit“ von David Graeber und David Wengrow.
Bregman stellt in seinem Bestseller die weitverbreitete Annahme infrage, dass der Mensch von Natur aus schlecht sei. Anhand historischer und wissenschaftlicher Beispiele zeigt er auf, dass es eher Mitgefühl, Hilfsbereitschaft und Gemeinschaftssinn sind, die den Menschen als Spezies auszeichnen. Auch David Graeber und David Wengrow liefern in ihrem Werk eine Neubewertung der Menschheitsgeschichte. Sie argumentieren, dass es nie eine „natürliche“ gesellschaftliche Entwicklung hin zu hierarchischen und autoritären Strukturen gegeben habe, sondern Menschen immer wieder kreative und unterschiedliche Formen des Zusammenlebens erprobt hätten.
Andrea Velz wird die zentralen Thesen der beiden Bücher vorstellen und miteinander in Beziehung setzen. Dabei geht es um die Frage, was diese Erkenntnisse für das Verständnis vom „Gemeinsam“ in Gesellschaft, Politik und Zusammenleben bedeuten. Auch die Rolle des Menschenbildes in Debatten über Demokratie, Gerechtigkeit und soziale Verantwortung soll zur Sprache kommen. Das Publikum ist eingeladen, über diese Fragen nachzudenken und sich während und nach dem Impulsvortrag am Austausch zu beteiligen.
Veranstalter des Abends sind Attac DG, Miteinander Teilen, Die Lupe und das Viertelhaus Cardijn. (red/nico)

Kommentare
Kommentar verfassen
0 Comment
Sie müssen angemeldet sein, um zu kommentieren.
AnmeldenRegistrieren