Großübung endet in Montzen: 650 Soldaten trainieren für den Ernstfall

<p>Großübung endet in Montzen: 650 Soldaten trainieren für den Ernstfall</p>
Foto: belga

Das Manöver läuft seit dem 11. September im Osten des Landes. Ausgangspunkt war Marche-en-Famenne in der Provinz Luxemburg. Von dort führte die Übung durch die Provinz über das Hohe Venn bis nach Montzen in der Gemeinde Bleyberg, wo sie abgeschlossen wurde.

Auch in der Deutschsprachigen Gemeinschaft waren im Zuge des Manövers vereinzelt Soldaten und Militärfahrzeuge zu sehen. Die Ardennenjäger (französisch Chasseurs ardennais) nutzten am Donnerstag in der Gemeinde Kelmis unter anderem das Gelände am Prinz-Philippe-Stadion. Dort wurde ein Kommandoposten eingerichtet und betrieben. Die Gemeinde hatte deshalb im Vorfeld ein Halte- und Parkverbot auf den Parkflächen am Stadion angekündigt.

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Beteiligt waren neben den Ardennenjägern auch Soldaten verschiedener anderer Einheiten und Fachrichtungen – von der Artillerie bis zum Sanitätsdienst. Ziel war es, unter möglichst realistischen Bedingungen Situationen zu trainieren, mit denen die Truppen bei einem militärischen Einsatz konfrontiert werden könnten.

„Die Einheit hat einen operativen Auftrag und könnte im Kriegsfall auch im Ausland eingesetzt werden“, erklärte Oberstleutnant Bruno Pignon, Kommandeur des Bataillons der Ardennenjäger. Deshalb würden Situationen simuliert, auf die Soldaten bei einem solchen Einsatz treffen könnten.

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Dabei geht es nicht allein um die Infanterie. „Wir testen so viele Zwischenfälle wie möglich, um unsere Soldaten zu trainieren, aber auch andere Fachkräfte, die in einem Einsatzgebiet zum Einsatz kommen könnten“, erklärte Pignon.

Bahnhof als strategisches Ziel

Dass ausgerechnet die ehemalige Bahnstation von Montzen als Schlusspunkt der Übung ausgewählt wurde, ist kein Zufall. Das Szenario sieht vor, eine feindliche Streitmacht zurückzudrängen, die in belgisches Staatsgebiet eingedrungen ist oder Teile davon besetzt hält.

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Die Route von Marche-en-Famenne in Richtung Landesgrenze ermögliche es, dieses Szenario möglichst realitätsnah nachzustellen, erklärte der Kommandeur. Bahnanlagen spielten dabei eine besondere Rolle. „Bahnhöfe sind wichtige und manchmal lebenswichtige Infrastrukturen.“

In Montzen konnten die Soldaten deshalb die Einnahme einer solchen strategisch wichtigen Anlage trainieren. Im angenommenen Szenario sollten die letzten feindlichen Kräfte bis über die Grenze zurückgedrängt und gleichzeitig die Bahninfrastruktur unter Kontrolle gebracht werden. Diese sei nicht nur für das Militär, sondern auch für die Zivilbevölkerung von großer Bedeutung, betonte Pignon. (belga/calü)

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