Grundlage sind die Arbeitswege von rund 180.000 Beschäftigten. An der Spitze der wallonischen Provinzen liegt Wallonisch-Brabant: Dort erhielten im Juli 2026 insgesamt 2,17 Prozent der Arbeitnehmer eine Fahrradentschädigung. Dahinter folgen die Provinzen Lüttich mit 1,92 Prozent, Hennegau mit 1,74 Prozent und Namur mit 1,67 Prozent. Schlusslicht ist die Provinz Luxemburg mit 1,09 Prozent.
Besonders deutlich wird die Entwicklung beim Blick auf die vergangenen fünf Jahre. In Wallonisch-Brabant stieg der Anteil von 0,91 Prozent im Juli 2021 auf 2,17 Prozent im Juli dieses Jahres. Das entspricht einem relativen Zuwachs von rund 137 Prozent.
Auch im Hennegau hat sich der Anteil mehr als verdoppelt: von 0,80 auf 1,74 Prozent. In der Provinz Lüttich ging es im gleichen Zeitraum von 1,13 auf 1,92 Prozent nach oben – ein Plus von gut 70 Prozent. Auch in Namur nimmt die Nutzung des Fahrrads für den Arbeitsweg kontinuierlich zu, während die Entwicklung in der Provinz Luxemburg etwas schwächer ausfällt.
„Das Fahrrad gewinnt in allen fünf französischsprachigen Provinzen an Bedeutung, doch die Unterschiede zwischen den Regionen bleiben groß“, erklärt Ayoub Lamrini, Rechtsberater bei SD Worx. Wallonisch-Brabant weise nicht nur den höchsten Anteil an Radpendlern auf. Dort legten Arbeitnehmer, die mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren, im Durchschnitt auch die längsten Strecken zurück.
Trotz des Aufwärtstrends bleibt die Wallonie weit von den Zahlen in Flandern entfernt. In Der Provinz Ostflandern liegt der Anteil der Radpendler laut SD Worx bei 27 Prozent, in den Provinzen Antwerpen und Westflandern jeweils bei 26 Prozent.
Finanziell kann sich der Umstieg aufs Fahrrad bemerkbar machen: In den ersten sieben Monaten des Jahres 2026 erhielten Beschäftigte im Durchschnitt eine Fahrradentschädigung von 367 Euro. (belga/calü)

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