Der 1963 geborene De Caluwe ist in der belgischen Kulturszene seit Jahrzehnten eine feste Größe. Von 2007 bis 2025 war er General- und Intendant des Brüsseler Opernhauses La Monnaie. Derzeit ist er Generaldirektor von LOV2030, der Organisation hinter Löwens Bewerbung als Europäische Kulturhauptstadt 2030.
In Salzburg folgt De Caluwe auf eine turbulente Phase. Die Festspiele mussten nach einem neuen künstlerischen Leiter suchen, nachdem der langjährige Intendant Markus Hinterhäuser im März vorzeitig seinen Rücktritt erklärt hatte. Hintergrund war ein Konflikt mit dem Kuratorium der Festspiele, in dem Vertreter der öffentlichen Geldgeber sitzen.
Für den kommenden Festivalsommer übernimmt zunächst die Deutsche Karin Bergmann interimistisch die Leitung. Danach soll De Caluwe das Ruder übernehmen.
Sein bevorstehender Wechsel hat auch Folgen in Löwen. Das Leitungsgremium von LOV2030 teilte mit, es habe den angekündigten Abschied De Caluwes zur Kenntnis genommen. Um die Kontinuität zu gewährleisten, soll die bisherige künstlerische Direktorin Els De Bodt vorübergehend die Aufgabe der Generaldirektorin übernehmen. „Els kennt LOV2030 durch und durch und hat den künstlerischen und inhaltlichen Kurs des Projekts mitgestaltet“, erklärte der Vorsitzende Bert Cornillie. Man habe volles Vertrauen, dass sie gemeinsam mit dem Team den eingeschlagenen Weg fortsetzen werde. (dpa/belga/calü)

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