Belgische Weine überzeugen Experten – auch 2026 verspricht Top-Jahrgang

<p>Weinlese auf dem Weingut Petrushoeve im flämischen Bekkevoort: Der belgische Jahrgang 2025 überzeugt die Experten mit außergewöhnlicher Qualität. Auch für 2026 sind die Aussichten vielversprechend.</p>
Weinlese auf dem Weingut Petrushoeve im flämischen Bekkevoort: Der belgische Jahrgang 2025 überzeugt die Experten mit außergewöhnlicher Qualität. Auch für 2026 sind die Aussichten vielversprechend. | Foto: belga

Organisiert wird der Wettbewerb vom Verband der flämischen Sommeliers (VVS). Dessen Präsident Bart Lemmens beobachtet nicht nur eine steigende Qualität, sondern auch mehr Vielfalt. „Was wir heute Nachmittag festgestellt haben, ist, dass viele neue Stile und Rebsorten vertreten sind“, erklärte er.

Erstmals gab es zudem eigene Kategorien für Süß- und Orangeweine. Letztere haben trotz ihres Namens nichts mit Orangen zu tun. Es handelt sich um Weißweine, die ähnlich wie Rotwein längere Zeit mit den Traubenschalen vergoren beziehungsweise mazeriert werden. Der Weinstil hat in den vergangenen Jahren an Beliebtheit gewonnen – eine Entwicklung, die inzwischen auch bei belgischen Winzern angekommen ist.

Neue Weingüter räumen direkt Preise ab

Wie dynamisch sich der belgische Weinbau entwickelt, zeigt auch die Zahl der Neulinge: Unter den Teilnehmern waren 28 Weingüter, die erstmals beim Wettbewerb antraten. Einige von ihnen konnten auf Anhieb Medaillen gewinnen. „Das ist eine gute Sache, denn Quantität bedeutet nicht automatisch Qualität. Hier sehen wir aber, dass die Professionalisierung weiter voranschreitet“, sagte Lemmens.

Mehr als 60 Medaillen wurden insgesamt vergeben. Dabei sei das Niveau ausgesprochen ausgeglichen gewesen. Sämtliche eingereichten Weine erreichten nach Angaben des VVS Bewertungen von deutlich mehr als 80 Prozent. Die Auszeichnungen sollen den Winzern zugleich dabei helfen, ihre Produkte bekannter zu machen.

Und auch der nächste Jahrgang könnte vielversprechend werden. Nach dem heißen Sommer rechnen die Fachleute bereits mit einer besonders guten Ernte 2026. Für Lemmens sollte die Branche dabei vor allem ihren eigenen Weg gehen: „Wir müssen weiter an unserer belgischen Identität arbeiten und vermeiden, uns mit anderen Ländern zu vergleichen.“

Welcher Wein beim diesjährigen Wettbewerb die höchste Bewertung erhalten hat, bleibt vorerst geheim. Der Gesamtsieger wird am 15. November bei der Horeca Expo in Gent bekannt gegeben. (belga/calü)

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