Wie fußgängerfreundlich ist Belgien? Bürger können ihre Gemeinde bewerten

<p>Fußgänger in der Innenstadt von Namur: Mit einem neuen Barometer soll untersucht werden, wie sicher, angenehm und zugänglich das Zufußgehen in Belgien ist.</p>
Fußgänger in der Innenstadt von Namur: Mit einem neuen Barometer soll untersucht werden, wie sicher, angenehm und zugänglich das Zufußgehen in Belgien ist. | Foto: belga

Bis zum 31. Oktober können Bürger in einem Online-Fragebogen ihre Erfahrungen als Fußgänger teilen. Hinter der Initiative stehen die Organisationen Tous à Pied, walk.brussels und Voetgangersbeweging.

Mit der Befragung wollen sie untersuchen, wie sich die Bedingungen für Fußgänger in Belgien entwickeln und welche Erwartungen Menschen haben, die regelmäßig zu Fuß unterwegs sind. Gleichzeitig sollen Städte und Gemeinden konkrete Daten erhalten, um den öffentlichen Raum entsprechend gestalten zu können.

„Zu Fuß gehen ist die universellste Form der Fortbewegung, gleichzeitig aber auch eine der am stärksten vernachlässigten bei Entscheidungen über die Gestaltung des öffentlichen Raums“, erklärt Charlotte Angerand von Tous à Pied. Mit dem Barometer wolle man all jenen eine Stimme geben, die den öffentlichen Raum täglich nutzen. Fußgängerfreundlichere Orte kämen letztlich der gesamten Gesellschaft zugute.

Mehr als 13.500 Teilnehmer bei erster Befragung

Bereits die erste Ausgabe des Fußgängerbarometers stieß auf großes Interesse. Mehr als 13.500 Menschen beteiligten sich 2023 an der Befragung. Die Ergebnisse zeigten insbesondere Verbesserungsbedarf bei der Sicherheit und dem Komfort für Fußgänger sowie bei der Zugänglichkeit und Attraktivität öffentlicher Räume.

Die Neuauflage soll nun zeigen, was sich seitdem verändert hat. „Wir stellen ein wachsendes Interesse an angenehmeren und sichereren öffentlichen Räumen fest“, erklärt Arne Robbe von walk.brussels. Das Fußgängerbarometer sei ein wichtiges Instrument, um Hindernisse zu identifizieren und den Behörden dabei zu helfen, ihre Prioritäten auf Grundlage konkreter Daten festzulegen.

Die Ergebnisse sollen Anfang 2027 veröffentlicht werden. Neben einem landesweiten Bericht, der auch die Unterschiede zwischen den drei Regionen beleuchtet, erhalten Gemeinden eine eigene detaillierte Auswertung, sofern sich dort mindestens 50 Menschen an der Befragung beteiligt haben. (belga/calü)


HIER geht’s zum Fragebogen des Fußgängerbarometers.

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