An der Kletterbrücke in Born können Interessierte am kommenden Sonntag, 20. September, am sogenannten „Drytooling“ teilnehmen und dabei ausprobieren, wie sich Eisklettern ohne Eis anfühlt. Bei der Veranstaltung steht das Erlebnis für die ganze Familie im Mittelpunkt. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Die Aktivitäten finden bei freiem Eintritt von 10 bis 17 Uhr statt.
Weltmeisterin Marianne van der Steen eröffnete die fünf „Drytooling“-Routen am Borner Viadukt.
| Foto: Veranstalter
Beim „Drytooling“ nutzen die Kletterer Pickel und eine Fußtechnik, die dem Steigehen mit Steigeisen ähnelt, um eine Wand oder einen Felsen hinaufzuklettern. Für die Veranstaltung werden Holzäxte vor Ort zur Verfügung gestellt. Geklettert werden kann in normalen Schuhen oder Kletterschuhen. Ziel der Veranstaltung ist es vor allem, eine ungewöhnliche Klettertechnik kennenzulernen und gemeinsam Spaß an der Bewegung zu haben. Für die Teilnahme wird langärmlige Kleidung sowie eine lange Hose oder Leggings empfohlen. Wer lieber auf herkömmliche Weise klettert, kann dies ebenfalls tun.
Während sich Familien und Einsteiger an der Kletterbrücke ausprobieren können, findet parallel das erste „Belgian Dry Tool Event“ für erfahrene Kletterer und Profis statt. Die Veranstaltung wird vom Kletterclub Ostbelgien in Zusammenarbeit mit dem belgischen Alpinverband, dem Club Alpin Belge de Liège und der Malmedyer Kletterwand The Wall organisiert. Die Einschreibegebühr für den Wettbewerb beträgt 30 Euro.
Gemeinsam mit IceClimbingNL möchten die Initiatoren den Alpinismus in Belgien und den Niederlanden fördern. Dazu gehört auch die für kommenden Oktober geplante Gründung einer belgischen Nationalmannschaft im Eisklettern.
Die „Drytooling“-Routen in Born wurden Anfang August von den Weltmeistern Marianne van der Steen und Dennis Van Hoek eröffnet: „Dieser Viadukt ist ein absolut besonderer Ort, den es in dieser Form nicht oft in Europa gibt. Es ist wirklich cool, dass diese Möglichkeit hier besteht. Alles ist so natürlich, das passt total zu unserem Sport. Beim Anblick der Bögen kamen mir gleich viele Ideen für Routen. Es ist viel spannender, in einem solchen Bogen als an einer vertikalen Wand zu klettern. Dieser Spot hat noch so viel Potenzial“, erklärte Marianne van der Steen damals im Gespräch mit dem GrenzEcho. (red/ab)
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