„Lasst die Party beginnen!“, schrieben die Gallagher-Brüder in den sozialen Netzwerken. Erst 2025 hatten sie Oasis nach 15 Jahren Trennung wieder zusammengebracht und waren auf eine weltweite Reunion-Tour gegangen.
Die neue Konzertreise unter dem Titel „Oasis Live ’27“ beginnt am 21. Mai in Glasgow. Im Juni stehen allein elf Konzerte in Manchester auf dem Programm – jener Stadt, in der die Geschichte von Oasis ihren Anfang nahm.
Im Juli zieht die Band weiter durch Europa. Geplant sind Auftritte in Deutschland, Spanien, den Niederlanden, Frankreich und Italien. Diese Länder waren bei der Reunion-Tour 2025 noch ausgelassen worden. Im August geht es über den Atlantik in die USA, bevor Oasis im September nach Irland und Großbritannien zurückkehren. Das letzte Konzert der Tour ist für den 19. September vorgesehen.
Neues System soll Ticket-Chaos verhindern
Der Ansturm auf die Tickets dürfte erneut gewaltig sein. Die Band rechnet selbst mit einer „extrem hohen“ Nachfrage und führt deshalb ein besonderes Zugangssystem ein. Wer überhaupt die Chance auf Tickets haben möchte, muss sich bis Donnerstag um 17 Uhr über die offizielle Webseite von Oasis registrieren.
Ausgewählte Fans erhalten anschließend einen persönlichen, nicht übertragbaren Zugangscode und können damit während eines festgelegten Zeitfensters Tickets kaufen. Die Preise sind festgelegt und bewegen sich zwischen 84 und 249 Euro. Mit dem Verfahren sollen lange virtuelle Warteschlangen und der Weiterverkauf von Tickets auf dem Schwarzmarkt eingedämmt werden.
Bei der Ticketvergabe für die Reunion-Konzerte in Großbritannien und Irland hatte es 2025 erhebliche Probleme gegeben. Millionen Fans landeten damals in virtuellen Warteschlangen, teilweise war die Ticketseite nicht erreichbar. Insgesamt besuchten rund zwei Millionen Menschen die Reunion-Tour. Sie soll Einnahmen von schätzungsweise 300 Millionen Pfund – umgerechnet rund 350 Millionen Euro – eingebracht haben.
Als Support-Act für die neue Tour wurde Richard Ashcroft angekündigt. Der britische Sänger wurde vor allem als Frontmann von The Verve bekannt.
Oasis gehören seit den 1990er-Jahren zu den prägenden Bands des Britpop. Der Durchbruch gelang 1994 mit dem Debütalbum „Definitely Maybe“. Ein Jahr später folgte „(What’s the Story) Morning Glory?“ mit Welthits wie „Wonderwall“ und „Don’t Look Back in Anger“. (dpa/belga/calü)

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