Die 34 mal 47 Zentimeter große Arbeit wurde von Uderzo mit Gouache auf Karton angefertigt und ziert das achte Abenteuer des kleinen Galliers. Vor der Versteigerung war ihr Wert lediglich auf 150.000 bis 200.000 Euro geschätzt worden. Der Zuschlag lag damit beim Sechsfachen der oberen Schätzung. Das Auktionshaus hob vor der Versteigerung insbesondere die Dynamik der Zeichnung hervor. Das Cover verbinde Einflüsse von Disney mit karikaturistischen Gesichtsausdrücken und zahlreichen Details und stehe exemplarisch für das Zusammenspiel zwischen den Geschichten von René Goscinny und Uderzos Zeichenkunst.
Der erfolgte Zuschlag liegt am Ende beim Sechsfachen der höchsten Schätzung.
Eine zusätzliche Besonderheit ist eine handschriftliche Widmung der beiden Asterix-Schöpfer an ihren Verleger Georges Dargaud. Dieser hatte 1943 den Verlag Dargaud gegründet und spielte später unter anderem bei der Verbreitung des „Journal Tintin“ sowie bei der Übernahme des Magazins „Pilote“ im Jahr 1960 eine wichtige Rolle. „Pilote“ bot zahlreichen später berühmt gewordenen Comicwerken eine Plattform.
Ganz an die bislang höchsten Preise für ein Asterix-Cover reichte das am Sonntag in Lüttich versteigerte Werk allerdings nicht heran. Im Herbst 2017 hatte das Originalcover von „Le Tour de Gaule d’Astérix“ („Tour de France“) bei einer Auktion in Paris 1,4 Millionen Euro erzielt. Auch dieses Werk trug handschriftliche Widmungen von Goscinny und Uderzo. Das Cover von „Le Bouclier arverne“ („Der Arvernerschild“) war bei einer Versteigerung für 1,197 Millionen Euro verkauft worden.
Der nun erzielte Preis von 1,2 Millionen Euro bezieht sich auf den reinen Zuschlag. Mit den Auktionsgebühren steigt der tatsächlich zu zahlende Betrag auf 1,474 Millionen Euro. Zur Person, die nun in Lüttich den Betrag bezahlte, war zunächst übrigens nichts bekannt. (belga/mcfly)

Kommentare
Kommentar verfassen
0 Comment
Sie müssen angemeldet sein, um zu kommentieren.
AnmeldenRegistrieren