Weniger Autoaufbrüche in Belgien – doch noch immer alle 28 Minuten ein Fall

<p>Die Zahl der Diebstähle aus Autos ist in Belgien deutlich zurückgegangen. Dennoch wird im Schnitt noch immer alle 28 Minuten ein solcher Fall registriert.</p>
Die Zahl der Diebstähle aus Autos ist in Belgien deutlich zurückgegangen. Dennoch wird im Schnitt noch immer alle 28 Minuten ein solcher Fall registriert. | Foto: picture alliance/dpa

Besonders deutlich fällt die Entwicklung in Brüssel aus: Dort sank die Zahl der registrierten Fälle innerhalb eines Jahres um mehr als ein Drittel – von 9.711 auf 6.291. Dennoch entfiel 2025 weiterhin rund jeder dritte derartige Diebstahl in Belgien auf die Hauptstadtregion.

Ganz anders entwickelt sich die Lage in der Provinz Hennegau. Dort stieg die Zahl der Fälle von 2.524 im Jahr 2021 auf 3.605 im vergangenen Jahr – ein Plus von 43 Prozent.

Auch weniger Diebstähle aus Lieferwagen

Rückläufig sind ebenfalls die Diebstähle aus leichten Nutzfahrzeugen. Nach 7.759 Fällen im Jahr 2023 wurden 2025 noch 6.365 registriert. Auch Fahrzeugteile wurden seltener gestohlen: Ihre Zahl sank von 1.997 Fällen im Jahr 2024 auf 1.610 im vergangenen Jahr.

Was Diebe aus Autos mitnehmen, ist sehr unterschiedlich. Am häufigsten verschwanden 2025 Bank- und Zahlungskarten aus Pkw: 2.280 solcher Fälle wurden registriert. Dahinter folgen Brillen und Kontaktlinsen (2.102), Führerscheine (2.011) und Laptops (2.009). Bei Einbrüchen in Lieferwagen haben es Täter dagegen besonders häufig auf Werkzeug abgesehen. 751 Bohrmaschinen und 744 elektrische Schraubendreher wurden als gestohlen gemeldet.

Trotz des Rückgangs sieht Demon keinen Grund zur Entwarnung. Im Durchschnitt wird in Belgien weiterhin alle 28 Minuten in ein Auto eingebrochen. „Die Entwicklung zwischen 2021 und 2023 zeigt, wie schnell die Zahl der Autoaufbrüche wieder steigen kann“, warnt der CD&V-Politiker. Wachsamkeit bleibe deshalb notwendig. Gleichzeitig müsse darauf geachtet werden, dass Betroffene solche Taten weiterhin bei der Polizei anzeigen.

Demon fordert, dauerhaft für ausreichend Polizeipräsenz auf den Straßen zu sorgen. Zudem sollten Nachbarschaftsnetzwerke weiter ausgebaut werden, damit Informationen über verdächtige Beobachtungen möglichst schnell weitergegeben werden können. (belga/calü)

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