Gemeinsam mit Virton, Francs Borains, Lokeren und Hasselt besitzt Eupen nach vier Spieltagen neun Punkte. Beerschot und Dender bilden mit jeweils zwölf Punkten das Spitzenduo. Patro Eisden bleibt mit nur einem Saisonsieg und drei Zählern auf dem Konto im Tabellenkeller kleben.
Kommenden Samstag (20 Uhr) ist der RFC Lüttich zum Provinzderby am Kehrweg zu Gast, danach steht der Pokalauftakt gegen Merelbeke an (27.09., 16 Uhr).
Patro Eisden 1:2 AS Eupen
Mit einigen Veränderungen im Vergleich zum 1:0-Auswärtssieg bei der U23 von Club Brügge vor einer Woche startete die AS in Maasmechelen. Die Abwehr blieb mit Gavory, Plastun, Paeshuyse und Van Genechten zwar gleich, davor aber waren Keita, Di Matteo, Delaurier-Chaubet (nach Sperre) und Simakala neu dabei. Zwischen den Pfosten erhielt Lejoly erneut den Vorzug vor Renner, Nuhu kam wieder von der Bank.
Bei Patro sollte Atteri, erst vor zwei Wochen aus Eupen gekommen, für Gefahr sorgen. Zudem saßen Ex-AS-Kapitän Peeters und der frühere Nationalspieler Nainggolan auf der Bank von Stijn Stijnen.
Im strömenden Regen nahm die AS das Heft früh in die Hand, Di Matteo ließ sich von seinem Gegner nicht aufhalten und scheiterte erst an Torhüter Belin (13.). Erstmals stand der 20-Jährige, der im Sommer den Sprung aus der U23-Mannschaft in den A-Kader schaffte, in der Startelf der „Pandas“. Eupen blieb im Vorwärtsgang – so offensiv waren die Gäste bislang in der Saison so früh in einem Spiel noch nie zu Werke gegangen. Zudem setzten sie immer wieder körperliche Wirkungstreffer, wie bei der hochverdienten Gelben Karte gegen Vidigal gleich vor der aufbrausenden Patro-Bank.
Und Di Matteo zog weiter die Blicke auf sich: Über halblinks tanzte er die Patro-Abwehr schwindelig, fand per Außenrist Simakala, der überlegt auf Delaurier-Chaubet ablegte – 1:0 für die „Pandas“ (18.). Gleich darauf verhinderte Belin gegen Keita und Simakala den zweiten Gegentreffer. Eupen führte hochverdient, ließ Patro anschließend etwas mehr kommen, aber keine Torgefahr zu. Atteri war gegen seine ehemaligen Kollegen abgemeldet.

Richtung Halbzeitpause legte die AS offensiv wieder einen Zahn zu, Delaurier-Chaubet verpasste gleich zweimal seinen Doppelpack (40., 43.). Auch nach dem Seitenwechsel hielt ein personell unverändertes Eupen Patro Eisden erst einmal weitestgehend fern vom Kasten von Lejoly. Stijnen sah sich zum prominenten Doppelwechsel gezwungen: Nainggolan und Peeters kamen aufs Feld, bei Eupen folgten ihnen Kikas und Nuhu für Simakala und Vidigal (63.).
Und Atteri? Hatte nach wie vor einen schweren Stand, da die Panda-Defensive bei Flanken oder Standards von unter anderem Nainggolan weiter sicher stand. Andererseits: Der Vorsprung betrug auch mit Beginn der Schlussviertelstunde nur ein Törchen, denn nach vorne hin tat sich lange nicht allzu viel – bis Delaurier-Chaubet hauchzart am langen Pfosten vorbeizog (78.).
In den letzten Minuten holte Patro zunehmend die Brechstange heraus, ein nervöser Felice Mazzu schrie sich langsam heiser. Doch obwohl die AS ebenfalls etwas fahriger verteidigte, kamen die Heimflanken schlicht nicht gefährlich in die Box. Stattdessen folgte die Erlösung in schwarz-weiß: Kikas legte in die Mitte auf Nuhu, und der schob weiter auf den durchgestarteten Caliskan (90.). Delpupo gelang tief in der Nachspielzeit nur noch der Anschlusstreffer (90.+4).

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