Ab der Nacht von Montag auf Dienstag sollen die Fahrstreifen in Richtung Aachen wieder vollständig freigegeben werden. In Richtung Brüssel folgen anschließend weitere Arbeiten, die größtenteils nachts ausgeführt werden. Die seit Anfang August laufende Sanierung betrifft einen der am stärksten befahrenen Autobahnabschnitte des wallonischen Netzes. Zwischen dem Autobahnkreuz Vottem, wo die E40 auf die E313 (Lüttich-Antwerpen) trifft, und der Ausfahrt 34 „Hermée – Hauts-Sarts“ wurde die Fahrbahn in Richtung Deutschland auf einer Länge von 3,4 Kilometern grundlegend erneuert. Nach Angaben der zuständigen Stellen machte diese erste Phase rund 70 Prozent des gesamten Projekts aus. Dabei wurde die Autobahn bis zum Unterbau erneuert. Ziel ist eine deutlich höhere Lebensdauer der Fahrbahn, insbesondere angesichts des dichten Schwerlastverkehrs auf dieser Achse. Außerdem wurden die metallischen Rückhaltesysteme auf dem Mittelstreifen durch vorgefertigte Betonelemente ersetzt. Auch an den Entwässerungsrinnen wurde gearbeitet. Auf dem Standstreifen wurden Leitplanken durch gegossene Betonelemente ersetzt. Im Bereich der früheren A601 wurde zudem ein Standstreifen geschaffen.
Die Fahrbahn in Richtung Aachen wird in der Nacht vom 14. auf den 15. September freigegeben. In Richtung Brüssel soll die Normalisierung eine Nacht später, vom 15. auf den 16. September, erfolgen. Vollständig abgeschlossen ist die Baustelle damit allerdings noch nicht. In Richtung Deutschland bleibt lediglich der Austausch der oberen Asphaltschichten auf der Verzögerungsspur der Ausfahrt Hermée–Hauts-Sarts zu erledigen. Diese Arbeiten sollen später nachts stattfinden.
Anschließend verlagert sich der Schwerpunkt auf die Fahrbahn in Richtung Brüssel. Dort werden die oberste Asphaltschicht der linken Spur erneuert, die Rückhaltesysteme auf dem Mittelstreifen ersetzt und auch auf dem Standstreifen metallische Leitplanken durch Beton ersetzt. Zudem sind Eingriffe an der dynamischen Wiegestation für überladene Fahrzeuge vorgesehen. In diesem Bereich muss der Belag punktuell tiefgreifend saniert werden.
Ab Mittwoch, 16. September, beginnen zunächst Arbeiten entlang des Standstreifens in Richtung Brüssel. Für rund zehn Tage bleibt der Verkehr tagsüber auf den drei gewohnten Fahrstreifen möglich, allerdings bei gesperrtem Standstreifen. Zwischen 20 und 6 Uhr wird die rechte Spur gesperrt; dann stehen noch zwei Fahrstreifen zur Verfügung. Die Höchstgeschwindigkeit wird nachts auf 70 km/h begrenzt. Der Verkehr in Richtung Aachen ist davon nicht betroffen.
Von Ende September bis Mitte Oktober folgt eine weitere rund zehntägige Etappe. Dann werden nachts die Rückhaltesysteme auf dem Mittelstreifen ersetzt und die obere Fahrbahnschicht der linken Spur erneuert. Zwischen 20 und 20.30 Uhr wird zunächst ein Fahrstreifen gesperrt, sodass zwei Spuren offen bleiben. Von 20.30 bis 6 Uhr steht nur noch eine Spur zur Verfügung. Tagsüber kann der Verkehr in Richtung Brüssel wieder über drei Spuren laufen, bei einer Höchstgeschwindigkeit von 90 km/h.
Die letzte größere Phase ist während der Herbstferien geplant, um die Auswirkungen auf den Berufsverkehr möglichst gering zu halten. Ziel ist es, die Autobahn bis Ende Oktober vollständig freizugeben, sofern das Wetter mitspielt, teilt die Sofico mit. (red/arco)

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