Am Sonntag, 20. September, dürfen motorisierte Fahrzeuge – mit Ausnahme entsprechender Sondergenehmigungen – zwischen 9.30 und 19 Uhr nicht in Brüssel verkehren. Wie jedes Jahr wird die Hauptstadtregion damit zur größten autofreien Zone Europas. Die öffentlichen Verkehrsmittel der Stib können an diesem Tag kostenlos genutzt werden. Zudem wird der Takt auf den meisten Metro-, Straßenbahn- und Buslinien erhöht.
In den Straßen der Hauptstadt sind zahlreiche Veranstaltungen, Nachbarschaftsfeste, Flohmärkte und Spaziergänge geplant. Brüssel Mobilität organisiert unter anderem auf dem Place des Palais ein Programm rund um nachhaltige Mobilität und Verkehrssicherheit. Dort können Besucher ihre Fahrräder reparieren lassen und an einem großen Quiz zum 50. Geburtstag der Metro teilnehmen.
Brüsseler Metro feiert 50. Geburtstag
Anlässlich der Denkmaltage am 19. und 20. September werden außerdem Führungen durch mehrere Stib-Stationen sowie durch das Depot Jacques Brel in Anderlecht angeboten. Während der gesamten Mobilitätswoche sind im Stib-Netz weitere Aktionen zum Metro-Jubiläum vorgesehen, darunter Musik, Street-Art, Ausstellungen und Führungen zur Kunst in den Metrostationen.
Auch in der Wallonie gibt es in diesem Jahr eine Premiere: Erstmals findet eine autofreie Aktion auf regionaler Ebene statt. An einem Samstag oder Sonntag werden in rund 20 Gemeinden Straßen für den motorisierten Verkehr gesperrt und Fußgängern, Radfahrern sowie lokalen Veranstaltungen überlassen. Beteiligt sind unter anderem Ath, Spa, Stavelot, Hannut und Waremme.
Während der gesamten Woche sind in der Wallonie weitere Aktionen zur Förderung nachhaltiger Mobilität geplant. Dazu gehören Spazierbesprechungen, gemeinsam organisierte Schulwege zu Fuß oder mit dem Fahrrad, Fahrrad-Reparaturwerkstätten, Aktionen zur Verkehrssicherheit sowie Frühstücksangebote für Radfahrer und Fahrgemeinschaften.
150.000 Kilometer zu Fuß und mit dem Fahrrad
Bürger, Unternehmen und Schulen können zudem am „Challenge piétons & vélos“ teilnehmen. Dabei werden Alltagswege gezählt, die zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurückgelegt werden. Gemeinsam sollen bis zum Ende der Woche 150.000 Kilometer erreicht werden.
Vom 12. September bis zum 3. Oktober sind außerdem Teams des Vereins Avello in Brüssel und der Wallonie unterwegs. Sie helfen Radfahrern dabei, ihre Fahrräder auf der nationalen Plattform „MyBike“ zu registrieren. Das 2024 eingeführte Register verknüpft Fahrräder über einen widerstandsfähigen gelben Aufkleber mit einer individuellen Nummer mit ihrem Besitzer. Gleichzeitig werden Tipps zum Schutz vor Fahrraddiebstahl gegeben.
Auch in Flandern finden am Sonntag, 20. September, mehrere autofreie Tage statt, unter anderem in Antwerpen, Löwen und Brügge. (belga/rt)

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