KI im Hörsaal: Uni Löwen setzt auf virtuelle Coaches

<p>UCLouvain-Rektorin Françoise Smets setzt zum Start des neuen akademischen Jahres verstärkt auf künstliche Intelligenz.</p>
UCLouvain-Rektorin Françoise Smets setzt zum Start des neuen akademischen Jahres verstärkt auf künstliche Intelligenz. | Foto: belga

Die neuen Werkzeuge sollen Studenten beim Lernen unterstützen und ihnen einen verantwortungsvollen Umgang mit KI vermitteln. „Die Studenten würden einen Fehler machen, wenn sie KI nicht nutzen würden. Wir wollen aber, dass sie dies nicht tun, um Lernprozesse zu umgehen, sondern um sie zu optimieren“, erklärte Smets.

Die von den Dozenten mit Inhalten versorgten KI-Coaches ermöglichen unter anderem personalisierte Quizfragen mit Rückmeldungen und Unterstützung beim Sprachenlernen. In einem Pilotprojekt mit Physiotherapie-Studenten wurden zudem Patientengespräche simuliert.

Die UCLouvain hatte bereits vor einem Jahr ihr eigenes KI-Werkzeug „Piccolo“ eingeführt. „Die künstliche Intelligenz entwickelt sich sehr schnell, aber ich denke, wir können sagen, dass wir mit dieser Entwicklung Schritt halten“, sagte die Rektorin.

Neben dem Umgang mit KI beschäftigen die Universität zum Semesterstart auch finanzielle Fragen. Trotz höherer Studiengebühren zeichnet sich laut Smets bislang kein Rückgang bei den Einschreibungen ab. Gleichzeitig hat die Universität ihre Sozialhilfen ausgebaut. Bereits zuvor stellte sie dafür jährlich mehr als vier Millionen Euro bereit.

Sorgen bereitet der Rektorin hingegen die Finanzierung der Hochschulen. Die Unterfinanzierung bedrohe „eindeutig die Qualität unserer Lehre“. Einige Fakultäten hätten bereits häufiger auf Multiple-Choice-Prüfungen zurückgreifen und praktische Arbeiten im ersten Studienjahr reduzieren müssen. (rt)

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