Antisemitismus-Streit: Hasan Piker weist Vorwürfe von Theo Francken zurück

<p>Hasan Piker</p>
Hasan Piker | Foto: belga

Francken hatte erklärt, ManiFiesta werde durch Pikers Teilnahme zu einem Ort des „Judenhasses“. Bei einem Gespräch mit PTB/PVDA-Generalsekretär Peter Mertens auf der Veranstaltung in Ostende wies Piker die Vorwürfe zurück.

„Ich bin Antifaschist, Sozialist und Antiimperialist. Es ist empörend, dass eine so intolerante Person wie Theo Francken das gegen mich verwendet“, sagte Piker. „Ich kämpfe schon viel länger gegen Antisemitismus als Theo Francken selbst.“

Der US-Streamer griff seinerseits die N-VA an. „Dieselbe Partei, die vor nicht allzu langer Zeit noch die Taliban nach Brüssel eingeladen hat, greift mich heute wegen meiner Ansichten an“, sagte er. Er sei im Vorfeld nicht ganz beruhigt gewesen, freue sich aber dennoch, in Belgien zu sein.

Piker warf Francken zudem vor, Antisemitismus und Kritik an Israel bewusst miteinander zu vermischen. Nach seiner Darstellung werde der Antisemitismusvorwurf dazu benutzt, pro-palästinensische Stimmen zum Schweigen zu bringen. Francken bewege sich damit auf einer Linie mit US-Präsident Donald Trump und anderen konservativen Politikern, so Piker.

Auch Peter Mertens kritisierte den Verteidigungsminister. Er erinnerte daran, dass Francken vor einigen Jahren an einer Gedenkveranstaltung für Bob Maes, den Gründer der Vlaams Militanten Orde (VMO), teilgenommen habe. Mertens bezeichnete Maes als bekannten Antisemiten und warf Francken vor, nun anderen „Lektionen über Antisemitismus“ zu erteilen. (belga/rt)

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