Farid Bouzid verschwand 2018 aus seinem Zuhause in Visé und gab danach kein Lebenszeichen mehr von sich. Damals gingen die Ermittler vorrangig davon aus, dass er Belgien freiwillig verlassen haben könnte, um nach Algerien, dem Herkunftsland seines Vaters, zu reisen.
Da Bouzid volljährig war und keine Vorstrafen hatte, wurde seinerzeit keine öffentliche Vermisstenmeldung herausgegeben.
Acht Jahre später nahm die föderale Kriminalpolizei von Lüttich den Fall erneut auf. Am 3. Juli dieses Jahres fanden Durchsuchungen auf dem Grundstück statt, auf dem Bouzid mit seiner Partnerin Éloïse und dem gemeinsamen kleinen Kind gelebt hatte.
Menschliche Überreste unter Betonplatte entdeckt
Bei den Arbeiten stießen die Ermittler unter einer Betonplatte hinter dem Haus auf Knochen. Die Platte diente vermutlich als Fundament für eine Terrasse. Rechtsmedizinische Untersuchungen bestätigten anschließend, dass es sich bei den Überresten um Farid Bouzid handelte.
Daraufhin wurde die Partnerin des Opfers vernommen und in Untersuchungshaft genommen. Sie soll eingeräumt haben, ihren Partner getötet zu haben, bestreitet dem Bericht zufolge jedoch, die Tat im Voraus geplant zu haben.
Die genauen Umstände des Todes sind noch Gegenstand der Ermittlungen. Die Ermittler sollen unter anderem festgestellt haben, dass zum Zeitpunkt des Verschwindens Betonarbeiten auf dem Grundstück durchgeführt wurden. (belga/rt)

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