Die Fasnk geht davon aus, dass die Zahl der betroffenen Tiere weiter steigen wird. Derzeit werden noch Proben untersucht, darunter auch solche aus Auffangzentren für Vögel.
Von den 25 infizierten Pferden mussten zwei eingeschläfert werden, weil sie zu schwer erkrankt waren. Bei rund 80 Prozent der Pferde verläuft eine Infektion jedoch ohne Symptome. Von den Tieren, die Symptome entwickeln, sterben laut Fasnk 30 bis 40 Prozent.
Alle bislang betroffenen Pferde befinden sich in Flandern. Bei Vögeln wurde das Virus inzwischen auch an zwei Orten in der Wallonie festgestellt. Zudem wurden in Brüssel mehrere tote Vögel gefunden, die das Virus in sich trugen.
Das West-Nil-Virus zirkuliert zwischen Mücken und Vögeln. In Belgien weit verbreitete Mücken der Gattung Culex können das Virus auch auf Pferde und Menschen übertragen. Infizierte Pferde und Menschen können das Virus jedoch nicht an andere Individuen weitergeben und stellen damit keine Gefahr für ihre Umgebung dar.
Die bestätigten Fälle bei Pferden konzentrieren sich bislang vor allem auf bestimmte Gebiete, darunter den Süden der Provinz Antwerpen. Da sich Vögel und Mücken nicht auf diese Regionen beschränken, geht die Afsca davon aus, dass das Virus auch andernorts vorkommen kann. Tierärzte im ganzen Land werden deshalb dazu aufgerufen, Symptome zu melden und Proben zu entnehmen.

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