Blockx muss erstes Grand-Slam-Viertelfinale verletzt aufgeben

<p>Alexander Blockx musste sein erstes Grand-Slam-Viertelfinale gegen Karen Khachanov wegen körperlicher Beschwerden vorzeitig beenden.</p>
Alexander Blockx musste sein erstes Grand-Slam-Viertelfinale gegen Karen Khachanov wegen körperlicher Beschwerden vorzeitig beenden. | Foto: belga

„Ich glaube, mein Körper hat heute letztlich nachgegeben“, erklärte Blockx nach der Partie. Er habe weiterhin starke Schmerzen im Bereich der Rippen und auch Beschwerden am Bein verspürt. Im zweiten Satz habe sich zudem ein Nerv im Rücken blockiert. „Körperlich war es heute ein echter Leidensweg.“

Trotz seiner Beschwerden wollte Blockx die Partie im Arthur-Ashe-Stadium zunächst fortsetzen. Die Gelegenheit, dort zu spielen, sei schließlich selten. Gleichzeitig zog der Belgier ein positives Fazit seines Turniers. Sein Spiel sei aggressiver geworden, seine Einstellung habe sich verbessert und er treffe auf dem Platz bessere Entscheidungen. Unabhängig von den Verletzungen habe er ein sehr gutes Tennisniveau gezeigt und große Fortschritte gemacht. Nach dem Turnier wird die belgische Nummer eins erstmals in die Top 30 der Weltrangliste einziehen.

Fraglich ist nun seine Teilnahme am Davis-Cup. Belgien trifft am 18. und 19. September in Wien auf Österreich. Eine endgültige Entscheidung ist noch nicht gefallen. Würde er nur auf sein Herz hören, würde er ohne zu zögern spielen, sagte Blockx. Er müsse jedoch auch daran denken, was für seinen Körper langfristig am besten sei. Zunächst will sich Blockx einige Tage, möglicherweise auch eine Woche, erholen. Untersuchungen sollen Aufschluss über seine Verletzungen geben.

Glatt in drei Sätzen: Zverev stürmt ins Halbfinale

Karen Khachanov trifft indes im Halbfinale auf Alexander Zverev, der dem Niederländer Botic van de Zandschulp beim 6:2, 7:5, 6:1 keine Chance ließ und zum dritten Mal in die Runde der letzten Vier einzog. Es ist das Rematch des Olympia-Finals von Tokio 2021, das der Deutsche für sich entschied. Nach dem Viertelfinal-Aus von Spaniens Topstar Carlos Alcaraz gegen den US-Amerikaner Ben Shelton ist Zverev nun der große Favorit auf den Titel.

„Ich bin natürlich glücklich, hier im Halbfinale zu sein. Aber natürlich möchte ich noch weiter kommen“, sagte Zverev im launigen On-Court-Interview und verriet, dass er das epische Viertelfinale zwischen Alcaraz und Shelton bis 3.33 Uhr im TV verfolgt hatte. Das lange Ausschlafen hat nun aber ein Ende, im Halbfinale muss er nach fünf Night Sessions erstmals nachmittags ran.

Zverev, der erstmals bei einem Grand-Slam-Turnier der topgesetzte Spieler ist, brauchte für seinen Viertelfinalerfolg nur etwas mehr als zwei Stunden. Der Roland-Garros-Sieger zeigte im Arthur Ashe Stadium nicht sein bestes Tennis, brauchte das gegen den fehleranfälligen van de Zandschulp (Nr. 70 der Welt) aber auch nicht. „Er hat das gemacht, was er machen musste. Ein gutes Pferd springt nur so hoch, wie es muss“, sagte Experte Boris Becker bei Sporteurope.TV. Zwei Siege fehlen Zverev in seinem bisher konstantesten Grand-Slam-Jahr noch zu seinem zweiten Major-Triumph.

Im Juni in Paris erfüllte er sich seinen großen Traum, wenig später in Wimbledon stand er erstmals im Finale – nun erreichte Zverev mit seinem 51. Matcherfolg 2026 (Bestwert auf der ATP-Tour) erstmals in seiner Karriere bei jedem Grand-Slam-Turnier eines Jahres das Halbfinale. Das ist in der Ära des Profitennis (seit 1968) nur acht weiteren Männern gelungen.

Nach vier Nachtschichten zum Start seiner Titelmission musste Zverev erstmals am Abend in der ersten Partie der Night Session ran, es entwickelte sich zunächst ein Match mit wenig Unterhaltungswert. Zverev unterliefen im ersten Satz gleich fünf Doppelfehler, er profitierte aber von vielen Wacklern des nervösen Niederländers und schnappte sich Satz eins.

Auch im zweiten Satz fehlte die Energie der Zuschauer im riesigen Arthur Ashe Stadium, beide Spieler steigerten jetzt aber ihr Niveau. Nach einem wackligen Aufschlagspiel hatte van de Zandschulp plötzlich Satzball, Zverev behielt aber die Nerven – und sicherte sich nach einem späten Break wenig später den Durchgang. Im dritten Satz nahm er van de Zandschulp früh den Aufschlag ab und ließ sich auf dem Weg ins Halbfinale nicht mehr aufhalten. (belga/sid/rt/tf)

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