Wie Andrea Tilgenkamp, Sprecherin der Eupener Staatsanwaltschaft, mitteilte, waren der Getötete und seine Familie türkische Staatsangehörige und nicht, wie in der vergangenen Woche angegeben, kurdischer Herkunft. Die andere beteiligte Familie sei ukrainischer und nicht russischer Herkunft.
Nach Darstellung der Staatsanwaltschaft hatte sich der Mann zwischen dem Streit mit einem anderen Familienvater, den Notrufen und dem Eintreffen der Polizei ein Messer besorgt. Vier Polizeibeamte hätten vor Ort zunächst versucht, ihn dazu zu bewegen, das Messer fallen zu lassen.
Die Beamten setzten zudem Pfefferspray ein. Dieses habe aufgrund der Position des Polizisten, der es einsetzte, jedoch keine Wirkung gezeigt.
Anschließend habe sich der mit dem Messer bewaffnete Mann auf den Vater der Kinder zubewegt, mit denen seine eigenen Kinder zuvor in Streit geraten waren. Ein weiterer Mann habe sich dazwischen gestellt und sei durch Messerstiche verletzt worden.
In diesem Moment habe ein Polizist zweimal auf den bewaffneten Mann geschossen. Dieser erlag seinen Verletzungen.
Tilgenkamp wies darauf hin, dass die der Polizei vorliegenden Videoaufnahmen die eigentliche Szene nicht zeigen.
Die Familie des Getöteten hat sich dem Verfahren als Zivilpartei angeschlossen, konnte bislang jedoch noch nicht vernommen werden, da sie für die Beerdigung in die Türkei gereist ist. Auch die Kinder, die Zeugen der Ereignisse waren, wurden bislang noch nicht befragt. (belga/rt)

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