Neues Studienjahr bringt höhere Gebühren für viele Studenten

<p>Für viele Studenten in der Französischen Gemeinschaft wird das Studium ab diesem akademischen Jahr teurer.</p>
Für viele Studenten in der Französischen Gemeinschaft wird das Studium ab diesem akademischen Jahr teurer. | Illustrationsbild: belga

Die Reform ist Teil des Sparplans der Regierung aus MR und Les Engagés. Insgesamt gibt es vier Tarife, die sich nach dem Einkommen der Eltern und der familiären Situation richten. Studenten, die Anspruch auf ein Stipendium haben, bleiben von den Einschreibegebühren befreit.

Für Studenten mit bescheidenen finanziellen Verhältnissen werden 374 Euro fällig, die nächste Einkommensgruppe zahlt 835 Euro. Für alle anderen steigt die volle Einschreibegebühr auf 1.194 Euro. Dies betrifft rund 58 Prozent der Studenten.

Die Föderation der französischsprachigen Studenten (FEF) kritisiert die Reform und hat für den 16. September eine Demonstration in Brüssel angekündigt. Sie befürchtet eine zunehmende finanzielle Belastung der Studenten und bemängelt, dass keine zusätzlichen Sozialhilfen vorgesehen seien.

Die Gebühren können künftig entsprechend der Entwicklung der Verbraucherpreise jährlich angepasst werden. Bei den beiden mittleren Tarifen darf die jährliche Erhöhung allerdings höchstens drei Prozent betragen.

Zum neuen Studienjahr treten weitere Änderungen in Kraft. Die Ausbildung zum Physiotherapeuten dauert künftig fünf statt bisher vier Jahre. Auch die Krankenpflegeausbildung wird neu organisiert. Der Bachelor in Krankenpflege wird künftig ausschließlich im Hochschulwesen angeboten. Gleichzeitig entsteht mit dem „Assistenten in der Krankenpflege“ eine neue Ausbildung zwischen Pflegehelfer und Krankenpfleger.

Eine weitere größere Hochschulreform lässt dagegen auf sich warten. Das sogenannte „Parcours“-Dekret, das unter anderem Studienerfolg, Studienfinanzierung, Neuorientierung und akademische Zeitpläne neu regeln soll, wird frühestens 2028 erwartet. (belga/rt)

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