Kronen im Visier: Evenepoel, van Aert und Kopecky führen Belgien zur Rad-WM

<p>Wout van Aert (links) und Remco Evenepoel führen Belgien zur WM nach Montréal.</p>
Wout van Aert (links) und Remco Evenepoel führen Belgien zur WM nach Montréal. | Foto: Photo News

Die Abwesenheit des verletzten Tadej Pogacar wirbelt dabei den gesamten Favoritenkreis durcheinander. „Das macht einen großen Unterschied und verleiht uns wiederum eine Verantwortung, der wir uns nicht entziehen können“, weiß Pauwels um die großen Erwartungen an seine beiden Anführer: „In den vergangenen fünf Jahren drehte sich alles um Pogacar, er hat den Rennverlauf zum Großteil bestimmt. Das ist diesmal nicht der Fall. Mit unseren Leadern befinden wir uns plötzlich in der Favoritenrolle und werden die nicht abstreiten. Das bedeutet aber nicht, dass wir das Rennen über die gesamten 270 Kilometer tragen werden.“

Pogacar war vergangene Woche bei der Vuelta schwer gestürzt und bei der Jagd nach dem letzten ihm noch fehlenden Rundfahrsieg zum Aufgeben gezwungen. Der Slowene zog sich mehrere Brüche zu und musste operiert werden. Seinen Vertrag beim UAE Team Emirates-XRG verlängerte er am Samstag trotzdem vorzeitig um zwei Jahre bis 2032.

Als Helfer für Evenepoel und van Aert schickt Belgien Tiesj Benoot, Quinten Hermans, Thibau Nys, Alec Segaert, Maxim Van Gils und Gianni Vermeersch ins Straßenrennen am 27. September. Zu den weiteren Favoriten zählen Mathieu van der Poel (Niederlande), Paul Seixas (Frankreich) und Tom Pidcock (Großbritannien). Im Zeitfahren visiert Evenepoel am 20. September seine vierte Weltmeisterschaft in Folge an, auch Segaert und Rune Herregodts nehmen den Kampf gegen die Uhr an.

Bei den Frauen führt mit Lotte Kopecky die Weltmeisterin von 2023 und 2024 die Auswahl an. Ihr zur Seite stehen am 26. September Shari Bossuyt, Lotte Claes, Justine Ghekiere, Julie Van De Velde und Margot Vanpachtenbeke. Kopecky und Claes bestreiten zudem das Zeitfahren (20. September). (belga/tf)

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