Die Mehrheit fordert eine Mobilisierung unter der Leitung des Premierministers und unter Einbeziehung der Koordinierungsstelle für Bedrohungsanalyse Ocam. Bürgermeister Jean Spinette (PS) hatte nach den jüngsten Vorfällen bereits mehrere Forderungen formuliert.
Unter anderem sollen die Brüsseler Staatsanwaltschaft und die föderale Kriminalpolizei verstärkt werden, um Lieferketten, Finanzströme und Hintermänner krimineller Netzwerke besser verfolgen zu können. Auch im Kampf gegen Geldwäsche und Steuerbetrug werden zusätzliche Mittel gefordert.
Mehr Kapazitäten verlangt die Mehrheit zudem für verschiedene föderale Polizeidienste. Soldaten sollten nach ihren Vorstellungen vorrangig zur Verstärkung der Kontrollen an den Grenzen und im Hafen von Antwerpen eingesetzt werden.
Die Resolution fordert außerdem mehr Plätze in Einrichtungen für straffällige Jugendliche und zusätzliche Mittel, um die Rekrutierung Minderjähriger durch kriminelle Netzwerke zu verhindern. Prävention, Betreuung und Straßensozialarbeit sollen ebenfalls stärker finanziert werden.
Neben repressiven Maßnahmen spricht sich die Mehrheit für einen stärkeren sozial- und gesundheitspolitischen Ansatz sowie eine Überarbeitung des belgischen Drogengesetzes von 1921 aus. (belga/rt)

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