Norwegens Radprofis haben am Todestag ihres Königs Harald einen emotionalen Doppelsieg bei der Spanien-Rundfahrt gefeiert. Mit Trauerflor am Arm gewann Anders Leknessund die erste Bergankunft als Ausreißer vor seinem Landsmann Tobias Halland Johannessen, beide fahren für das norwegische Team Uno-X Mobility. Superstar Tadej Pogacar baute seinen Vorsprung an der Spitze des Gesamtklassements auf der siebten Etappe weiter aus.
Nach 149,8 km triumphierte der 27 Jahre alte Leknessund im Skigebiet Aramón Valdelinaresmit 34 Sekunden vor seinem Teamkollegen und feierte den größten Erfolg seiner Karriere. Das Uno-X-Team hatte bereits bei der Tour de France für Aufsehen gesorgt, als Torstein Träen das Gelbe Trikot erobert und zwei Tage lang getragen hatte. Tagesdritter wurde Wout van Aert (+0:47 Minuten).
Im Feld der Favoriten verschärfte Pogacar am Tag nach seinem dritten Etappensieg wenige Kilometer vor dem Ziel das Tempo und nahm dem Gesamtzweiten Enric Mas 16 Sekunden ab. In der Gesamtwertung führt Pogacar, der mit seinem ersten Vuelta-Sieg seine Rundfahrt-Sammlung komplettieren möchte, nun mit 3:50 Minuten vor dem Spanier. Vuelta-Rekordsieger Primoz Roglic, der 29 Sekunden auf Pogacar verlor, ist Gesamtdritter (+4:50).
Am Montag war die dritte Etappe auf dem Weg zur ersten geplanten Bergankunft in Font Romeu wegen eines Hagelsturms abgebrochen und nicht gewertet worden. Die achte Etappe am Samstag über 171 km von Pucol nach Xeraco an der Mittelmeerküste bei Valencia weist lange keine nennenswerten Steigungen auf. Rund 30 km vor dem Ziel beginnt aber der nicht sehr steile, aber 8,5 km lange Anstieg zum Puerto de Barx, der einen Massensprint verhindern könnte – und an dem Pogacar erneut attackieren könnte.
Die 81. Spanien-Rundfahrt endet am 13. September in Granada, zwei Wochen später steht das Straßenrennen der WM an. Dann will Pogacar in Montréal zum dritten Mal in Folge Weltmeister werden. (dpa/sid/tf)

Kommentare
Kommentar verfassen
0 Comment
Sie müssen angemeldet sein, um zu kommentieren.
AnmeldenRegistrieren