Pascal Arimont und Jean-Paul Bastin fordern Anerkennungsprämie für Landwirte

<p>Pascal Arimont und Jean-Paul Bastin fordern Anerkennungsprämie für Landwirte</p>
Foto: David Hagemann

Jean-Paul Bastin schlägt deshalb eine Anerkennungsprämie pro Einsatztag vor. Diese solle über ein einfaches Formular beantragt werden können, in dem die beteiligten Landwirte und die Dauer ihres Einsatzes erfasst werden. „Es geht darum, die aufgewendete Zeit anzuerkennen, und nicht darum, die Landwirte dazu zu verpflichten, jede Stunde, jeden Liter und jeden Kilometer nachzuweisen“, erklärt Bastin in einer gemeinsamen Pressemitteilung.

Es handele sich nicht um eine Bezahlung, sondern um eine symbolische Anerkennung. „Ihre Traktoren waren für ein schwer zugängliches Gebiet wie das Hohe Venn besonders gut geeignet. Dieser uneigennützige, konkrete und wirksame Einsatz verdient Anerkennung.“

Finanzierung, Koordination und Entschädigung sollen vorab festgelegt sein.

Darüber hinaus sprechen sich Bastin und Arimont dafür aus, für künftige Krisen ein festes Verfahren für den Einsatz von Landwirten und ihrer Ausrüstung zu entwickeln. Dazu gehörten ein vorab definierter finanzieller Rahmen sowie Regeln für Koordination, Absicherung und Aufwandsentschädigung. Auch an den Seen rund um das Naturschutzgebiet sollten sichere und für Rettungsdienste zugängliche Wasserentnahmestellen geschaffen werden.

Pascal Arimont fordert zudem, mögliche Finanzierungsquellen auf regionaler, föderaler und europäischer Ebene zu prüfen. „Landwirte, landwirtschaftliche Lohnunternehmer und Maschinenführer haben ihre Arbeit unterbrochen und eigene Mittel und Ausrüstung eingesetzt, um die Rettungsdienste zu unterstützen“, sagt der Europaabgeordnete. Es müsse sichergestellt werden, dass ihnen dadurch keine finanziellen Nachteile entstünden.

Auf EU-Ebene sollen unter anderem Mittel für Katastrophenhilfe und Katastrophenschutz sowie gegebenenfalls rescEU geprüft werden. Arimont bekräftigt außerdem seine Forderung, den EU-Solidaritätsfonds für die Wiederherstellung der betroffenen Gebiete zu mobilisieren. Dafür müsse zunächst eine genaue Schadensbilanz erstellt werden. Auch Möglichkeiten des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung sollen untersucht werden. Bastin und Arimont fordern schließlich einen einfachen Mechanismus, der bei künftigen Rettungseinsätzen die Anerkennung, Absicherung und Aufwandsentschädigung freiwilliger Helfer regelt. (red/jj)

Kommentare

Kommentar verfassen

0 Comment