Inflation in Belgien zieht wieder an

<p>Die Verbraucherpreise in Belgien ziehen wieder stärker an: Im August lag die Inflation bei 3,97 Prozent. Damit müssen die Verbraucher für viele Waren und Dienstleistungen tiefer in die Tasche greifen als noch vor einem Jahr.</p>
Die Verbraucherpreise in Belgien ziehen wieder stärker an: Im August lag die Inflation bei 3,97 Prozent. Damit müssen die Verbraucher für viele Waren und Dienstleistungen tiefer in die Tasche greifen als noch vor einem Jahr. | Foto: dpa

Zu Jahresbeginn hatte die Inflationsrate noch deutlich unter zwei Prozent gelegen. Im Frühjahr zog sie jedoch kräftig an und überschritt im April vor dem Hintergrund des Krieges im Nahen Osten die Vier-Prozent-Marke. Im Juni und Juli bewegte sie sich anschließend um 3,5 Prozent. Nun nähert sich die Teuerungsrate erneut vier Prozent.

Etwas Entspannung zeigt sich dagegen bei der Kerninflation, bei deren Berechnung die stark schwankenden Preise für Energie und Lebensmittel herausgerechnet werden. Sie sank von 3,13 Prozent im Juli auf 2,99 Prozent im August.

Diesel ein Drittel teurer als vor einem Jahr

Bei einzelnen Produkten fallen die Preissteigerungen allerdings erheblich höher aus. Besonders kräftig verteuerten sich Geräte zur Datenspeicherung. Festplatten, USB-Sticks und SD-Karten kosteten im August im Schnitt 45,1 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.

Auch Energie belastet die Haushalte deutlich stärker. Diesel war 33,4 Prozent teurer als im August 2025. Für Erdgas mussten Verbraucher rund ein Viertel mehr bezahlen, Benzin verteuerte sich um etwa ein Fünftel.

Wer im Sommer verreiste, bekam die höheren Preise ebenfalls zu spüren: Pauschalreisen kosteten rund 20 Prozent mehr als vor einem Jahr.

Bei einigen Produkten ging es dagegen in die andere Richtung. Frische Beeren verbilligten sich um 15,3 Prozent. Auch anderes frisches Obst sowie Fruchtgemüse wurden günstiger. Powerbanks kosteten 12,2 Prozent weniger als im Vorjahr, Smartphones 10,2 Prozent weniger. (belga/calü)

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