Zum Vergleich: Im vergangenen Jahr lag die sogenannte Anwesenheitsquote bei 85,61 Prozent. Im Corona-Jahr 2020 waren es lediglich 77,95 Prozent. Acerta stellt fest, dass sämtliche erfassten Formen von Abwesenheit gegenüber dem Vorjahr zurückgegangen sind.
Der mit Abstand wichtigste Grund, nicht zu arbeiten, bleibt eine Erkrankung. In der ersten Jahreshälfte entfielen darauf sieben Prozent der möglichen Arbeitszeit. Gleichzeitig nahmen Beschäftigte etwas seltener Zeitkredit oder eine Laufbahnunterbrechung in Anspruch. Auch auf technische und wirtschaftliche Arbeitslosigkeit griffen Unternehmen weniger häufig zurück.
Weniger Fehlzeiten durch Krankheit
Dirk Vanderhoydonck von Acerta führt die Entwicklung unter anderem auf die Bemühungen der Arbeitgeber zurück, krankheitsbedingte Fehlzeiten zu reduzieren.
Einen Punkt betrachtet er allerdings mit Vorsicht: den Rückgang der zeitweiligen Arbeitslosigkeit in wirtschaftlich unsicheren Zeiten. „Das ist etwas, das wir im Auge behalten müssen“, erklärt Vanderhoydonck. In der Vergangenheit habe dieses Instrument Unternehmen als Puffer gedient, um Entlassungen zu vermeiden. „Heute wird es dafür offenbar weniger genutzt.“
Ob der Rückgang also ausschließlich als positives Signal für den Arbeitsmarkt zu werten ist, bleibt aus Sicht von Acerta abzuwarten. (belga/calü)

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