„Da die Evakuierung inzwischen aufgehoben wurde und die Menschen am Mittwoch in ihre Häuser zurückkehren konnten, war es folgerichtig nicht mehr erforderlich, Schlafplätze anzubieten“, erklärt die Sekretärin des Öffentlichen Sozialhilfezentrums (ÖSHZ) Bütgenbach, Caroline Ploumen. Dennoch sei es sinnvoll, einen Ort anzubieten, an dem sich die Betroffenen über das Erlebte austauschen oder Informationen erhalten können.
„Viele Informationen werden über die sozialen Medien verbreitet, aber nicht jeder hat Zugang zu diesen Informationskanälen. Wir sind also hier, um ein offenes Ohr für die Menschen zu haben, denn es kann durchaus eine belastende Erfahrung sein, sein Haus verlassen zu müssen, ohne zu wissen, wie sich die Situation weiterentwickelt und wie lange sie dauert. Wer es wünscht, findet hier einen offiziellen Ort, um über das Erlebte reden zu können.“ Es werden Getränke angeboten und ebenfalls auf Wunsch können Atemschutzmasken ausgehändigt werden.
Der Dienst wird im Auftrag des Dienstes für dringende Hilfe des FÖD Volksgesundheit von den Sozialarbeitern der ÖSHZ Bütgenbach und Weismes sowie vom psychosozialen Notfalldienst des Roten Kreuzes (SISU für Service d'Intervention Psychosociale d'Urgence) gewährleistet, dessen Hauptaufgabe darin besteht, eine akute Unterstützung bei emotionalem Schock direkt nach einem kritischen Ereignis anzubieten. Der Dienst ist in den nationalen Katastrophenschutzplan integriert.

Das Empfangszentrum ist täglich von 9 bis 16 Uhr geöffnet, auch am Wochenende. „Wie lange es geöffnet bleibt, hängt vom Bedarf und seiner Inanspruchnahme ab. In der kommenden Woche wird die Notwendigkeit, den Dienst aufrechtzuerhalten, ein erstes Mal geprüft“, so Caroline Ploumen.
Von der vorsorglichen Evakuierung in Sourbrodt, Küchelscheid und Leykaul waren insgesamt rund 600 Personen betroffen. „Die meisten sind bei Verwandten, Freunden und Bekannten untergekommen. Es gab aber auch Hilfsanfragen beim ÖSHZ, zum Beispiel von Personen, für die das Aufnahmezentrum in Malmedy nicht der ideale Ort war, zum Beispiel aufgrund einer Beeinträchtigung oder altersbedingter Schwierigkeiten. Für diese Personen wurde eine kurzfristige Unterbringung in einem Wohn- und Pflegezentrum für Senioren gesucht.“

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