[Live] Tag sieben des Vennbrands: Behörden melden Feuer auf gesamten Gebiet unter Kontrolle

<p>[Live] Tag sieben des Vennbrands: Behörden melden Feuer auf gesamten Gebiet unter Kontrolle</p>
Foto: belga

Talsperren sind wieder zugänglich

20:55: Da sich die Lage verbessert hat und der Brand im Hohen Venn unter Kontrolle ist, können einige Maßnahmen aufgehoben werden. Die Eupener Talsperre und die Gileppe-Talsperre, deren Zugang gesperrt worden war, um die Wasserversorgung der Löschflugzeuge und -hubschrauber zu ermöglichen, sind wieder zugänglich, teilten die Dienste des Gouverneurs der Provinz Lüttich, Hervé Jamar (MR), mit. Sie betonten jedoch, dass „dies keinesfalls eine Genehmigung darstellt, die gesperrten Wald- und Naturgebiete zu betreten“. Gemäß dem Erlass der Wallonischen Regierung, der im Zusammenhang mit dem Brand verabschiedet wurde, bleibt der Zugang für die Öffentlichkeit innerhalb des betroffenen Gebiets weiterhin untersagt. Dieses umfasst die Forstreviere Verviers, Malmedy und Elsenborn.

Zu den vom Brand betroffenen Tieren erklärten die Dienste des Gouverneurs, dass Tiere, „bei denen ein Eingreifen erforderlich ist, von Fachleuten versorgt werden. Es ist wichtig, das Gebiet nicht zu betreten und nicht zu versuchen, selbst einzugreifen.“

Feuer ist auf gesamten Gebiet unter Kontrolle

19:57: Das Feuer ist im gesamten Gebiet des Hohen Venns unter Kontrolle. Das teilten die Dienste des Gouverneurs am Donnerstagabend mit. „Derzeit besteht keine Gefahr mehr, dass sich das Feuer weiter ausbreitet, und es befindet sich auf dem Weg zur vollständigen Eindämmung“, erklärten die Behörden.

Dennoch bleibt Wachsamkeit geboten: Die Einsatzkräfte konzentrieren sich nun auf die Überwachung der Bereiche, in denen der Brand bereits unter Kontrolle ist, sowie auf das Löschen möglicher erneut aufflammender Brandherde im östlichen Teil.

Sieben Luftfahrzeuge unterstützen am Nachmittag die Löscharbeiten: zwei deutsche und zwei norwegische Hubschrauber, ein Hubschrauber der belgischen Föderalpolizei zur Koordination sowie zwei schwedische Löschflugzeuge. Ihre Wasserabwürfe konzentrieren sich vorrangig auf den östlichen Teil des Brandgebiets.

Bis etwa 21 Uhr werden günstige Wetterbedingungen erwartet. Danach soll der Zivilschutz das Gebiet mit Drohnen weiter überwachen.

Wallonisches Parlament berät über den Vennbrand

17.32 Uhr: Der Ausschuss für allgemeine Angelegenheiten des Wallonischen Parlaments kommt am kommenden Mittwoch um 9 Uhr zu einer Sondersitzung zusammen. Auf Antrag der Opposition soll dort über den Großbrand im Hohen Venn und den bisherigen Umgang mit der Krise beraten werden.

Ministerpräsident Adrien Dolimont (MR) wird zunächst die aktuelle Lage erläutern und anschließend die Fragen der Abgeordneten beantworten. Auf föderaler Ebene befasste sich bereits an diesem Donnerstagnachmittag der Innenausschuss der Kammer mit dem Vennbrand. Innenminister Bernard Quintin (MR) nahm an der Sitzung teil. Den entsprechenden Bericht dazu, können Sie heute Abend in der GE-App oder auf grenzecho.net lesen.

Feuerwehr rettet Birkhahn aus dem Brandgebiet

17.10 Uhr: Einsatzkräfte haben am Donnerstagmorgen in einem verbrannten Moorgebiet des Hohen Venns einen Birkhahn entdeckt und gerettet. Das seltene Symboltier der Region wurde in eine Wildtierauffangstation gebracht. Mehr dazu können Sie HIER lesen.

Foto: ART Zone Hesbaye

Bütgenbacher See wieder für Freizeitaktivitäten geöffnet

15.38 Uhr: Da der Bütgenbacher See nicht länger als Wasserentnahmestelle für Löschflugzeuge und Hubschrauber benötigt wird, hat die Gemeinde das Verbot für Aktivitäten im und auf dem See mit sofortiger Wirkung aufgehoben. Das teilten die Verantwortlichen am Donnerstagnachmittag über die sozialen Netzwerke mit.

Zugleich richtet die Gemeinde ab Freitag ein Empfangszentrum für die Bewohner von Sourbrodt, Küchelscheid und Leykaul ein. Die Anlaufstelle befindet sich im Pfarr- und Kulturheim Weywertz am Neuen Weg 14 und ist täglich von 9 bis 16 Uhr geöffnet.

Deutsche Feuerwehr reduziert Unterstützung im Hohen Venn

15.05 Uhr: Nach der regenreichen Nacht hat die Feuerwehr der Städteregion Aachen ihr Aufgebot beim Vennbrand deutlich verkleinert. Am Donnerstag sind noch rund 75 deutsche Feuerwehrleute im Einsatz, um die belgischen Kräfte zu unterstützen und Löschwasser ins Brandgebiet zu transportieren. Am Mittwoch waren es noch etwa 170.

Foto: belga

Im Laufe des Tages soll über den weiteren Umfang der grenzüberschreitenden Hilfe beraten werden. Die deutschen Einheiten würden so lange bleiben, wie ihre Unterstützung benötigt werde, erklärte der Monschauer Feuerwehrchef Philipp Krüger.

Auf deutscher Seite hat sich die Lage inzwischen spürbar entspannt. Die vorsorgliche Evakuierung von rund 30 Einwohnern aus Kalterherberg wurde bereits am Mittwochnachmittag aufgehoben. Die Rauchentwicklung ist deutlich zurückgegangen, allerdings bleibt eine Warnung vor möglicher Geruchsbelästigung bestehen. Messfahrzeuge kontrollieren weiterhin die Luftqualität.

Neue Schotterpiste führt rund um das gesamte Brandgebiet

14.25 Uhr: Die Einsatzkräfte können das vom Vennbrand betroffene Gebiet nun vollständig mit Fahrzeugen umrunden. Dazu wurde eine ringförmige Trasse in den Boden gegraben und mit Schotter aufgefüllt, erklärte Luc Burette, Kommandant der Hilfeleistungszone 5 WAL, am Donnerstag bei einem Ortstermin.

Die neue Strecke erleichtert den Zugang, bleibt aber anspruchsvoll: Nach den heftigen Niederschlägen am Mittwochabend ist der Untergrund an vielen Stellen stark aufgeweicht. Fahrzeuge blieben bereits im Schlamm stecken. Unter der nassen Oberfläche ist der Torfboden weiterhin sehr heiß, sodass jederzeit erneut Flammen aufschlagen können.

Nach Angaben Burettes fielen rund 40 Liter Regen pro Quadratmeter. Diese Menge habe den Torf lediglich oberflächlich befeuchtet und reiche nicht aus, um tiefer liegende Brandherde zu löschen. Die Arbeiten konzentrieren sich deshalb nun verstärkt auf die unterirdischen Glutnester. Eine Planungsgruppe soll festlegen, wie der Einsatz in den kommenden Wochen weitergeführt wird.

Parallel werden weitere Brandschneisen angelegt. Dafür tragen schwere Maschinen die brennbare obere Bodenschicht ab. Zwei Kilometer sind bereits fertiggestellt, ein weiterer Abschnitt von gleicher Länge soll insbesondere die Wälder auf dem Gebiet der Gemeinde Bütgenbach schützen.

Rund 200 Feuerwehrleute sind am Donnerstag noch im Einsatz. Zusätzlich soll die Brandbekämpfung aus der Luft fortgesetzt werden.

Niederländischer Chinook nach Reparatur wieder einsatzbereit

14.01 Uhr: Der niederländische Chinook-Hubschrauber kann die Löscharbeiten im Hohen Venn am Donnerstagnachmittag wieder unterstützen. Ein am Mittwoch festgestelltes technisches Problem sei behoben worden, teilte das niederländische Verteidigungsministerium mit.

Belgien hatte die internationale Unterstützung erneut angefordert. Der schwere Transporthubschrauber kann deutlich größere Wassermengen aufnehmen als die belgischen Löschmittel. Von den beiden zuletzt eingesetzten niederländischen Chinooks steht derzeit allerdings nur die reparierte Maschine zur Verfügung.

Die Niederlande wollen täglich neu bewerten, ob weitere Hilfe benötigt wird und welche Kapazitäten bereitgestellt werden können. Seit Mittwoch unterstützt zudem eine rund zehnköpfige Gruppe niederländischer Waldbrandspezialisten die Einsatzkräfte im Hohen Venn.

Crucke fordert umfassende Auswertung des Vennbrand-Einsatzes

13.42 Uhr: Nach Abschluss der dringenden Arbeiten im Hohen Venn will der föderale Klimaminister Jean-Luc Crucke (Les Engagés) das Nationale Krisenzentrum, das dem Innenministerium unterstellt ist, mit einer umfassenden Auswertung des Einsatzes beauftragen. Untersucht werden soll, was funktioniert hat und wo Verbesserungen nötig sind – unter anderem bei der Vorsorge, dem Informationsfluss, den Warnsystemen, der Koordination der Behörden und den verfügbaren Einsatzmitteln.

Foto: belga

Crucke schlägt zudem eine stärkere Einbindung wissenschaftlicher Erkenntnisse vor. Nach der Sommerpause will er prüfen lassen, welche Rolle das Königliche Meteorologische Institut (KMI) künftig bei der Bewertung von Risiken und im Krisenmanagement übernehmen könnte. Wissenschaftliche Warnungen müssten früher in die politischen Entscheidungen einfließen, erklärte der Minister.

Parallel dazu wird an einem interföderalen Aktionsplan für extreme Wetterereignisse gearbeitet. Da die Hilfeleistungszonen und der Zivilschutz überwiegend in die Zuständigkeit von Innenminister Bernard Quintin (MR) fallen, soll dieser bei den weiteren Beratungen eine zentrale Rolle übernehmen.

Bereits im März hatte Crucke 850.000 Euro für das Projekt „Fire4BE“ bereitgestellt. Es soll mithilfe von Modellierungen und Gefahrenkarten die Vorhersage von Naturbränden verbessern. Eine erste Version des Modells zur Ausbreitung von Bränden sei bereits einsatzbereit gewesen und beim aktuellen Feuer im Hohen Venn genutzt worden.

Auch die Zusammenarbeit zwischen Armee und Zivilschutz soll überprüft werden. Crucke hatte Verteidigungsminister Theo Francken (N-VA) Ende Juli vorgeschlagen, das bestehende Koordinierungsprotokoll zu überarbeiten. Dieser habe einer Beteiligung der Klimaverwaltung an den Arbeiten zugestimmt.

Regen bringt Entlastung, aber keine Entwarnung

13.13 Uhr: Der starke Regen hat die Lage im Hohen Venn verbessert, eine dauerhafte Entwarnung ist nach Einschätzung von Nicolas Yernaux jedoch noch nicht möglich. „Sobald Wind und Sonne aufkommen, droht das Feuer erneut aufzuflammen“, sagte der Sprecher des Öffentlichen Dienstes der Wallonie (SPW) dem flämischen Rundfunk (VRT).

<p>Nicolas Yernaux</p>
Nicolas Yernaux | Foto: belga

Innerhalb von 24 Stunden seien im Brandgebiet rund 48 Liter Regen pro Quadratmeter gefallen. Das sei grundsätzlich sehr positiv. Gleichzeitig habe der Niederschlag den Boden weiter aufgeweicht und Wege noch schwerer passierbar gemacht. Einige Zufahrten müssten daher befestigt und stabilisiert werden, damit die Feuerwehr sicher arbeiten könne.

Wie schnell sich die Lage verändern kann, habe sich unmittelbar vor dem Wetterumschwung gezeigt: Nach Angaben Yernaux’ sahen Einsatzkräfte an einigen Stellen erneut Flammen von mehr als zwei Metern Höhe.

Parallel werden weitere Brandschneisen angelegt. Dabei tragen schwere Maschinen die brennbare obere Bodenschicht ab. Ein etwa zwei Kilometer langer Abschnitt ist bereits fertiggestellt. Nun arbeiten die Einsatzkräfte an einem weiteren, ebenfalls rund zwei Kilometer langen Korridor, der insbesondere die Wälder auf dem Gebiet der Gemeinde Bütgenbach schützen soll.

Was „unter Kontrolle“ wirklich bedeutet

12.47 Uhr: Wann gilt ein Großbrand wie jener im Hohen Venn tatsächlich als „unter Kontrolle“? Francis Cloth, Kommandant der Hilfeleistungszone DG, erklärt im Video, was die Einsatzkräfte darunter verstehen.

Vennbrand beeinträchtigt Wasserquellen von Spa nicht

12.14 Uhr: Der Großbrand im Hohen Venn hat nach Angaben der Spadel-Gruppe keine Auswirkungen auf die Wasserqualität oder den Betrieb von Spa Monopole. Die verschiedenen Entnahmestellen liegen mehr als zehn Kilometer vom Brandgebiet entfernt und stehen dem Unternehmen zufolge in keiner hydrologischen Verbindung mit dem dortigen Grundwasser.

Kontrollen und Analysen hätten bestätigt, dass die Qualität und Sicherheit der Produkte weiterhin gewährleistet seien, erklärte Spadel-Sprecher Mathieu Van Overstraeten am Donnerstag. Das Unternehmen will dennoch gemeinsam mit Behörden und Rettungsdiensten die Vorsorge zum Schutz seiner Wasserquellen weiter ausbauen.

Zur Unterstützung der Einsatzkräfte stellte Spadel mehrere Paletten mit Wasserflaschen bereit. Das Unternehmen bedankte sich zugleich bei den Helfern für ihren Einsatz.

Löschfahrzeuge in gut zwei Minuten wieder voll

11.48 Uhr: Zwei „Panther“-Löschfahrzeuge der belgischen Armee mit jeweils 9.000 Litern Fassungsvermögen werden aus einem Tankauflieger des Zivilschutzes versorgt. Der mobile Tank fasst 28.000 Liter Wasser und pumpt 4.000 Liter pro Minute – damit ist ein Löschfahrzeug in etwas mehr als zwei Minuten wieder vollständig befüllt.

Wärmebilddrohne entdeckt erste Glutnester

11.23 Uhr: Die für Donnerstag angekündigte Erkundung des Brandgebiets mit einer Drohne hat am Morgen begonnen. Mithilfe einer Wärmebildkamera suchen die Einsatzkräfte aus der Luft nach Brandstellen, die vom Boden aus nur schwer zu erkennen sind.

Erste Glutnester wurden bereits aufgespürt, wie die Einsatzkräfte dem BRF bestätigten. Die Aufnahmen sollen nun dabei helfen, die weiteren Löscharbeiten gezielt zu planen und die betroffenen Stellen vollständig abzulöschen.

Copernicus zeigt das Brandgebiet

10.52 Uhr: Das europäische Erdbeobachtungsprogramm Copernicus hat am Mittwoch eine Satellitenaufnahme veröffentlicht, die das gewaltige Ausmaß des Vennbrands und die Rauchentwicklung aus dem All sichtbar macht.

Crucke fordert bessere Zusammenarbeit der Klimaminister

10.37 Uhr: Nach dem Großbrand im Hohen Venn fordert der föderale Klimaminister Jean-Luc Crucke (Les Engagés) eine engere Zusammenarbeit der sieben belgischen Minister, die für Klima, Umwelt und Natur zuständig sind. „Jeder Minister muss sich fragen, was er oder sie für das Klima tun kann“, sagte Crucke am Donnerstag in der VRT-Radiosendung „De Ochtend“.

<p>Jean-Luc Crucke</p>
Jean-Luc Crucke | Foto: belga

Nach Ausbruch des Vennbrands war Kritik an der Aufteilung der Zuständigkeiten laut geworden. Crucke bestritt jedoch, dass es Spannungen zwischen den beteiligten Regierungen gebe. Zwar hält er eine vollständige Verlagerung der Klima- und Energiepolitik auf die föderale Ebene für sinnvoller, für eine Staatsreform fehle derzeit aber die Zeit.

Im September sollen die sieben zuständigen Minister zusammenkommen, um über klimabedingte Katastrophen und eine bessere Koordinierung zu beraten. An Plänen mangele es nicht, betonte Crucke in dem Gespräch mit dem flämischen Rundfunk (VRT). Entscheidend sei nun, diese in allen Zuständigkeitsbereichen auch umzusetzen.

Les Engagés fordern europäische Hilfe für den Wiederaufbau

9.05 Uhr: Les Engagés fordern europäische Hilfe für den WiederaufbauNach dem Großbrand im Hohen Venn soll Belgien nach Ansicht von Les Engagés möglichst rasch eine Unterstützung aus dem Solidaritätsfonds der Europäischen Union beantragen. Die Föderalregierung müsse einen solchen Antrag gemeinsam mit den wallonischen und lokalen Behörden vorbereiten, teilte die Partei am Donnerstag mit.

Der europäische Katastrophenschutzmechanismus wurde bereits aktiviert und ermöglicht die derzeitige internationale Unterstützung mit Flugzeugen, Hubschraubern und weiteren Einsatzmitteln. Der EU-Solidaritätsfonds soll dagegen Mitgliedstaaten bei der Beseitigung der Schäden nach großen Naturkatastrophen finanziell unterstützen.

„Heute hilft Europa Belgien bei der Bekämpfung des Brandes. Morgen muss es auch bei der Behebung der Schäden und der Wiederherstellung der betroffenen Gebiete helfen können“, erklärte Parteipräsident und Europaabgeordneter Yvan Verougstraete.

Das endgültige Ausmaß der Schäden ist noch nicht bekannt. Les Engagés fordert deshalb, die notwendige Bestandsaufnahme frühzeitig vorzubereiten, damit ein Antrag fristgerecht eingereicht werden kann. Belgien hatte nach der Flutkatastrophe im Juli 2021 bereits Mittel aus dem europäischen Solidaritätsfonds erhalten.

Eupener Steward gehörte zu den ersten Zeugen des Vennbrands

8.34 Uhr: Bei einem Kontrollgang bemerkte der Eupener Gerd Xhonneux am vergangenen Freitag den Brand im Hohen Venn und schlug Alarm. Im Gespräch mit dem GrenzEcho berichtet der ehrenamtliche Steward, wie er zufällig zur richtigen Zeit am richtigen Ort war und welche Aufgaben er seitdem übernimmt. Den ausführlichen Bericht können Sie HIER lesen.

Mehr Regen an einem Abend als in zwei Monaten

8.12 Uhr: Das Gewitter und die ergiebigen Niederschläge vom Mittwochabend haben die Brandbekämpfung im Hohen Venn unterstützt. Stellenweise fielen laut Angaben des BRF bis zu 40 Liter Regen pro Quadratmeter – mehr als doppelt so viel wie in der Region während der beiden vorangegangenen Monate zusammen.

Forstverwaltung beginnt mit der Bestandsaufnahme

7.44 Uhr: Während sich die Lage im Hohen Venn langsam stabilisiert, beginnt für die Forstverwaltung die schwierige Aufarbeitung. Unter der verbrannten Oberfläche können Glutnester weiter schwelen, zugleich sind Lebensräume stark verändert worden. Yves Pieper, Leiter des Forstamts Verviers, spricht mit dem GrenzEcho über die ersten Erkenntnisse, die größten Sorgen und überraschende Beobachtungen im Brandgebiet. HIER können Sie den vollständigen Artikel lesen.

Drohne soll Lage im Brandgebiet erkunden

7.12 Uhr: Sobald die Wetterbedingungen es zulassen, soll eine Drohne das Brandgebiet überfliegen. Ihre Aufnahmen sollen einen aktuellen Überblick liefern und zeigen, welche Bereiche vorrangig bearbeitet werden müssen. Die Erkenntnisse dienen zugleich der Planung weiterer Einsätze von Löschhubschraubern und -flugzeugen. Die Verantwortlichen hoffen, dass die Wetterlage am Donnerstag wieder mehr Flüge ermöglicht.

Foto: belga

Gewitter behindern Löscharbeiten – knapp 200 Kräfte weiter im Einsatz

6.55 Uhr: Die Gewitter über dem Osten Belgiens haben den Einsatz im Hohen Venn in der Nacht zum Donnerstag deutlich erschwert. Die Löscharbeiten wurden zwar fortgesetzt, wegen der gefährlichen Bedingungen jedoch nur eingeschränkt. Schlechte Sicht, umgestürzte Bäume, aufgeweichte Böden und kaum befahrbare Wege behinderten die Einsatzkräfte, teilten die Dienste des Gouverneurs der Provinz Lüttich, Hervé Jamar (MR), mit.

Foto: belga

Vor allem im östlichen Bereich bei Cléfays mussten zahlreiche erneut aufgeflammte Brandstellen bekämpft werden. Knapp 200 Einsatzkräfte aus Belgien und Deutschland waren in der Nacht noch vor Ort. Die deutschen Einheiten sollen im Laufe des Donnerstags schrittweise abgezogen werden. Auch freiwillige Landwirte und Agrarbetriebe unterstützten den Einsatz weiter, wenn auch mit weniger Personal als zuvor.

Die Arbeiten an den Brandschneisen werden ebenfalls fortgesetzt. Im Südosten ist die brennbare obere Bodenschicht bislang auf einer Länge von rund 800 Metern abgetragen worden. Insgesamt soll dort eine zwei Kilometer lange Schneise entstehen. An der Nordostflanke haben die Einsatzkräfte bereits eine zwei Kilometer lange Brandschneise angelegt.

Sporthalle in Malmedy öffnet schrittweise wieder

6.23 Uhr: Das Sportzentrum in Malmedy wird ab Donnerstagmittag teilweise wieder für den Sportbetrieb geöffnet. Zunächst steht eine Halle zur Verfügung, bis zum Wochenende soll das gesamte Zentrum wieder regulär genutzt werden können, teilte die Stadt mit.

Die Einrichtung bleibt zugleich eine mögliche Anlaufstelle für Betroffene aus Sourbrodt, Leykaul und Küchelscheid, die nach ihrer Rückkehr noch Unterstützung benötigen. Vor Ort kann auch psychologische Hilfe in Anspruch genommen werden. Während der Evakuierungen hatte das Sportzentrum als Notunterkunft gedient. (belga/calü)

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