Im Vergleich zum Juli kosten Festpreisverträge für Strom im Durchschnitt 15 Prozent mehr. Beim Gas beträgt der Anstieg sogar 26 Prozent. Wer bereits im März oder früher einen Festpreisvertrag abgeschlossen hat, sollte diesen nach Einschätzung von Testachats deshalb vorerst behalten. Diese Haushalte seien bis zum Ende ihrer Vertragslaufzeit vor den aktuellen Preissteigerungen geschützt.
Bei variablen Verträgen macht sich insbesondere der gestiegene Gaspreis derzeit noch vergleichsweise wenig bemerkbar. Der Grund ist der niedrige Verbrauch während der Sommermonate. Anders sieht es beim Strom aus: Dort schlagen sich die höheren Preise bereits zunehmend auf den Rechnungen nieder.
Ein Wechsel zu einem Festpreisvertrag sei zum jetzigen Zeitpunkt allerdings nicht unbedingt attraktiv. Die entsprechenden Tarife liegen laut Testachats im Durchschnitt wieder auf dem hohen Niveau vom April. Wer sich dennoch gegen mögliche weitere Preissteigerungen absichern möchte, sollte die verschiedenen Angebote genau miteinander vergleichen.
Denn die Unterschiede zwischen den Anbietern sind erheblich. Beim Strom liegen zwischen dem günstigsten und dem teuersten Festpreisvertrag auf das Jahr gerechnet mehr als 300 Euro. Beim Gas beträgt die Differenz sogar mehr als 400 Euro.
Wie stark die Energiepreise zuletzt angezogen haben, zeigt der Vergleich mit dem Frühjahr. In der Wallonie kostet Strom inzwischen durchschnittlich 18,96 Cent pro Kilowattstunde. Im März waren es noch 14,18 Cent. Beim Gas stieg der durchschnittliche Preis im selben Zeitraum von 5,14 auf 7,76 Cent pro Kilowattstunde.
Für einen durchschnittlichen Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 3.500 Kilowattstunden Strom und 17.000 Kilowattstunden Gas bedeutet die Entwicklung Mehrkosten von 612 Euro pro Jahr. (belga/calü)

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