Auf dem 156,5 Kilometer langen Teilstück zwischen Genf und Poligny im französischen Jura warteten erstmals in diesem Jahr längere Anstiege auf die Fahrerinnen. Nach 38 Kilometern eröffnete Lucinda Brand (Lidl-Trek) das Rennen und setzte sich alleine ab. Später schlossen neun Fahrerinnen, darunter Kopecky (SD Worx-Protime) und Justine Ghekiere (AG Insurance-Soudal), sowie schließlich Haugset zur Niederländerin auf.
Am Col de la Savine, einem 5,6 Kilometer langen Anstieg der zweiten Kategorie mit durchschnittlich 5,2 Prozent Steigung, griff Haugset 88 Kilometer vor dem Ziel an. Die Uno-X-Fahrerin erarbeitete sich bis zum Gipfel rasch einen Vorsprung von rund 30 Sekunden. Kopecky nahm 76 Kilometer vor dem Ziel die Verfolgung auf, während das Hauptfeld lange zögerte.
Kopecky kommt bis auf zehn Sekunden an Haugset heran.
Haugset behauptete zunächst einen Vorsprung von etwa einer Minute auf die Belgierin und lag zeitweise fast fünf Minuten vor dem Peloton. Kopecky gab sich jedoch nicht geschlagen und verkürzte ihren Rückstand 15 Kilometer vor dem Ziel auf nur noch zehn Sekunden. Die zweimalige Weltmeisterin schaffte den Anschluss allerdings nicht: Haugset legte auf den letzten zehn Kilometern wieder zu und gewann mit 1:24 Minuten Vorsprung.
Für die Norwegerin war es nach ihrem Triumph bei den nationalen Meisterschaften im Juni der zweite Sieg ihrer Karriere. Marianne Vos (Visma-Lease a Bike) entschied den Sprint des Hauptfeldes für sich und belegte den dritten Platz.
In der Gesamtwertung löste Haugset die Niederländerin Lorena Wiebes (SD Worx-Protime) ab, die die ersten beiden Etappen gewonnen hatte. Die neue Spitzenreiterin führt mit 2:02 Minuten Vorsprung auf die Mauritierin Kim Le Court-Pienaar (AG Insurance-Soudal). Demi Vollering (FDJ United-Suez) liegt mit 2:06 Minuten Rückstand auf Rang drei.
Am Dienstag steht ein 21 Kilometer langes Einzelzeitfahren von Gevrey-Chambertin nach Dijon auf dem Programm. Nach acht Kilometern wartet mit den Lacets de Marsannay ein 1,8 Kilometer langer Anstieg mit durchschnittlich 6,9 Prozent Steigung. Die Rundfahrt endet am Sonntag in Nizza. (mn/belga)

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