Seit dem 1. Januar 2026 müssen mehrwertsteuerpflichtige Unternehmen in Belgien an das Peppol-Netzwerk angeschlossen sein. Ab dem 1. April wollte die Finanzverwaltung gegen Betriebe vorgehen, die ihrer Verpflichtung noch nicht nachgekommen sind.
Dazu kam es bisher allerdings nicht. Statt unmittelbar zu sanktionieren, setzt die Behörde nach eigenen Angaben auf einen „konstruktiven Dialog“. Dadurch seien Bußgelder bislang nicht notwendig gewesen, erklärte ein Sprecher am Montag.
Ohnehin ist die große Mehrheit der Unternehmen inzwischen angeschlossen. Mitte Juli nutzten 1.059.335 belgische mehrwertsteuerpflichtige Unternehmen das System – das entspricht 89 Prozent.
Viel höher dürfte der Anteil nach Einschätzung der Finanzverwaltung kaum steigen. Da ein kleiner Teil der Mehrwertsteuerpflichtigen keine Geschäfte mit anderen Unternehmen tätigt, geht das Finanzministerium von einer natürlichen Obergrenze von rund 90 Prozent aus. Demnach müsste sich höchstens noch etwa ein Prozent beziehungsweise rund 12.000 Unternehmen anschließen.
Angesichts dieser Zahlen spricht die Finanzverwaltung bei der Einführung von Peppol von einem „fantastischen Erfolg“. (belga/calü)

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