Im Sprint setzte sich Wiebes deutlich vor der Italienerin Elisa Balsamo und ihrer niederländischen Landsfrau Marianne Vos durch. Bossuyt verpasste als beste Belgierin das Podium nur knapp.
Dabei musste Wiebes für ihren zweiten Erfolg hart arbeiten. Eine fünfköpfige Ausreißergruppe wurde früh gestellt, ehe Riejanne Markus alleine ihr Glück versuchte. Die Niederländerin hielt sich lange an der Spitze und wurde erst auf dem letzten Kilometer eingeholt.
Bei der Verfolgung spielte auch Lotte Kopecky eine wichtige Rolle. Die Belgierin machte rund 50 Kilometer vor dem Ziel bergauf Tempo und stellte sich anschließend vollständig in den Dienst ihrer Teamkollegin Wiebes. Diese musste nach getaner Vorarbeit ihres Teams im Finale selbst die richtige Position finden – und war dennoch mit mehreren Radlängen Vorsprung die Schnellste.
Für Wiebes war es bereits der siebte Etappensieg bei der Tour de France Femmes. Sie verteidigte zugleich das Gelbe Trikot und führt nun mit 14 Sekunden Vorsprung auf Kim Le Court aus Mauritius und 16 Sekunden auf Demi Vollering.
Einen Rückschlag erlebte dagegen das belgische Team Lotto-Intermarché. Mit Marieke Meert, die nach einem Sturz aufgeben musste, und Sterre Vervloet schieden zwei Belgierinnen aus. Auch die Estin Elisabeth Ebras beendete das Rennen vorzeitig. Damit verbleiben der Wildcard-Mannschaft nur noch vier Fahrerinnen.
Am Montag führt die dritte Etappe über 156,5 Kilometer von Genf ins französische Poligny. Bereits zu Beginn wartet ein mehr als elf Kilometer langer Anstieg der ersten Kategorie. (belga/dpa/calü)

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