Mehr Fälle von Fahrerflucht in Belgien: Besonders Fußgänger und Radfahrer betroffen

<p>Besonders Fußgänger und Radfahrer sind häufig von Unfällen mit anschließender Fahrerflucht betroffen.</p>
Besonders Fußgänger und Radfahrer sind häufig von Unfällen mit anschließender Fahrerflucht betroffen. | Foto: belga

Bei jedem vierten Verkehrsunfall, bei dem ein Fußgänger verletzt wird, flüchtet der Unfallverursacher demnach vom Unfallort. Noch vor zwei Jahren war bei ungefähr jedem fünften Unfall mit verletzten oder getöteten Fußgängern Fahrerflucht registriert worden. Insgesamt wurden 2025 1.006 Fußgänger Opfer eines solchen Delikts.

Anteilig sind Fußgänger damit besonders stark betroffen. In absoluten Zahlen stehen allerdings Radfahrer an erster Stelle: 1.819 Radfahrer wurden im vergangenen Jahr bei Unfällen verletzt, bei denen der Unfallverursacher anschließend flüchtete. Das entspricht 15 Prozent aller Fahrradunfälle. Auch nach Unfällen mit E-Scootern und Mopeds kommt Fahrerflucht laut VIAS vergleichsweise häufig vor.

Fast 200 Unfälle mehr als im Vorjahr

Insgesamt registrierte Belgien 2025 4.814 Unfälle mit Personenschaden und anschließender Fahrerflucht. Das waren fast 200 mehr als noch 2024. Auch langfristig zeigt die Entwicklung nach oben: 2014 waren 4.467 solcher Unfälle gezählt worden. Innerhalb von gut zehn Jahren entspricht das einem Anstieg um acht Prozent.

Die Folgen waren teilweise schwerwiegend. Von den insgesamt 5.297 Opfern kamen 20 Menschen ums Leben, 200 wurden schwer und weitere 5.077 leicht verletzt.

VIAS bezeichnet das Ausmaß der Fahrerflucht als besorgniserregend, auch wenn ein Großteil der Verantwortlichen später ermittelt werden kann.

Frühere Untersuchungen geben zudem Hinweise auf mögliche Gründe, warum Unfallverursacher die Flucht ergreifen. Demnach standen Täter häufig unter dem Einfluss von Alkohol oder Drogen. In anderen Fällen verfügten sie nicht über die erforderlichen Fahrzeugpapiere, etwa einen gültigen Führerschein oder eine Versicherung. (belga/calü)

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