Der rund 3,30 Meter lange männliche Delfin war gegen Mittag erstmals an den Strand gespült worden. Einsatzkräfte brachten das Tier zunächst zurück ins Meer. Der Rettungsversuch blieb jedoch erfolglos: Am Nachmittag strandete der Delfin erneut.
„Gegen 15 Uhr bewegte er seine Schwanzflosse bereits nicht mehr. Es hatte keinen Sinn mehr, ihn erneut ins Meer zu bringen“, erklärt der Meeresbiologe Jan Haelters. Ein Tierarzt entschied daraufhin, den Delfin einzuschläfern. Nach Einschätzung des Experten befand sich das Tier zu diesem Zeitpunkt ohnehin bereits im Sterben.
Erste Untersuchungen ergaben, dass es sich um einen alten Großen Tümmler handelte. Obwohl der Delfin rund 300 Kilogramm wog, war er stark abgemagert. Ein Tier dieser Größe müsste normalerweise deutlich schwerer sein.
Der Kadaver wurde inzwischen an die Veterinärmedizinische Fakultät der Universität Gent in Merelbeke gebracht. Eine für Montag geplante Autopsie soll Aufschluss über die genaue Todesursache geben.
Der Große Tümmler war bis in die 1960er Jahre in belgischen Gewässern heimisch, verschwand jedoch unter anderem infolge der Überfischung weitgehend aus der Nordsee. Heute werden die Meeressäuger nur noch selten vor der belgischen Küste gesichtet. Taucher beobachten allerdings regelmäßig einen besonders zutraulichen Großen Tümmler an der Sandbank Oostdyck nahe der Grenze zu den französischen Hoheitsgewässern. „Wir werden versuchen herauszufinden, ob es sich um dieses Tier handelt“, sagt Haelters. (belga/calü)

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