Den Ermittlungen zufolge war der damals 18-Jährige den Sicherheitsbehörden aufgefallen, als er über den Messengerdienst Telegram versuchte, Waffen für den geplanten Anschlag zu kaufen. Ohne es zu wissen, nahm er dabei Kontakt zu einem verdeckten Ermittler auf.
Wie „Het Laatste Nieuws“ berichtet, soll der junge Mann gemeinsam mit einem ehemaligen Klassenkameraden geplant haben, bei der Pride möglichst viele Opfer zu fordern. Nach Angaben des flämischen Blattes war der Verdächtige bereits zuvor radikalisiert worden.
Der Mann befand sich mehrere Monate in Untersuchungshaft. Anschließend wurde er unter Auflagen und mit einer elektronischen Fußfessel freigelassen. Die Fußfessel wurde inzwischen aufgehoben, der Beschuldigte muss sich jedoch weiterhin an eine Reihe gerichtlicher Auflagen halten.
Im Verlauf der monatelangen Ermittlungen wurden mehrere junge Verdächtige festgenommen. Nach Informationen von „Het Laatste Nieuws“ hat die Justiz inzwischen entschieden, lediglich den heute 20-Jährigen und seinen früheren Klassenkameraden anzuklagen.
Die beiden müssen sich wegen Beteiligung an den Aktivitäten einer terroristischen Vereinigung sowie der Vorbereitung einer terroristischen Straftat vor Gericht verantworten. Im Falle einer Verurteilung drohen ihnen Freiheitsstrafen von bis zu 20 Jahren. (calü)

Kommentare
Kommentar verfassen
0 Comment
Sie müssen angemeldet sein, um zu kommentieren.
AnmeldenRegistrieren