Radstar Wout van Aert bringt eigene Mobilfunkmarke auf den Markt

<p>Wout van Aert steigt ins Mobilfunkgeschäft ein.</p>
Wout van Aert steigt ins Mobilfunkgeschäft ein. | Foto: Photo News

Der 31-Jährige, der sich derzeit von seinen Ellenbogenproblemen erholt und deswegen nicht die Tour de France fahren konnte, setzt dabei nicht auf ein eigenes Mobilfunknetz. Stattdessen nutzt WVA Mobile als sogenannter virtueller Mobilfunkanbieter die Infrastruktur von Telenet. Der Dienst ist seit Montag in Belgien und Luxemburg verfügbar.

Angeboten werden zwei Abonnements. Das Paket „Sprint“ kostet 13 Euro pro Monat und umfasst 20 Gigabyte Datenvolumen sowie unbegrenzte Anrufe und SMS. Wer sich für die „Monument“-Variante entscheidet, zahlt 35 Euro im Monat und erhält unbegrenztes Datenvolumen sowie unbegrenzte Telefonie und SMS.

Der Premiumtarif richtet sich vor allem an Fans des belgischen Radprofis. Abonnenten erhalten unter anderem exklusive Videos, Blicke hinter die Kulissen, Rabatte auf Fanartikel und virtuelle Radausfahrten mit Van Aert. Bereits während der im August beginnenden Spanien-Rundfahrt (Vuelta) sollen sie regelmäßig persönliche Updates und Videobotschaften des Profis erhalten.

„Mit Wout van Aert Mobile möchte ich meinen Unterstützern eine neue Möglichkeit geben, einen Blick in meine Welt zu werfen – in die Rennen, die Geschichten und die Momente, die man normalerweise nicht zu sehen bekommt“, erklärt Van Aert. Es sei spannend, etwas Neues auszuprobieren. Soweit er wisse, habe bislang noch kein Radprofi ein vergleichbares Projekt gestartet.

Für den Sportmarketing-Experten Robin Jacobs von der Thomas More Hogeschool geht das Projekt weit über eine klassische Werbepartnerschaft hinaus. Gegenüber der Zeitung „Het Laatste Nieuws“ erklärt er, Van Aert baue sich mit WVA Mobile gewissermaßen eine eigene Plattform auf. Ziel sei es, eine engere Community rund um den Radprofi zu schaffen und den Fans exklusive Inhalte anzubieten, die über die klassischen sozialen Netzwerke hinausgehen.

Beim Preis zählt WVA Mobile allerdings nicht zu den günstigsten Angeboten auf dem belgischen Markt. Das erklärt Kenneth Vansina, Experte des Vergleichsportals Mijnvergelijker.be, ebenfalls gegenüber „Het Laatste Nieuws“. Andere Anbieter böten teilweise mehr Datenvolumen zu niedrigeren Preisen an. Auffällig sei jedoch, dass die Tarife von WVA Mobile sogar unter einigen Standardangeboten von Telenet liegen – obwohl der neue Anbieter das Netz des Telekomunternehmens nutzt. (calü)

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