Hinter dem Flamen belegten der Norweger Søren Wærenskjold und Biniam Girmay aus Eritrea die Plätze zwei und drei. Jasper Philipsen wurde nach einer starken Vorarbeit seines Teams nur Fünfter.
Die 175 Kilometer lange Etappe von Hagetmau nach Bordeaux war mit lediglich 850 Höhenmetern ganz auf die schnellen Männer zugeschnitten. Die Sprinterteams ließen daher von Beginn an keinen Zweifel daran, dass sie das Rennen kontrollieren wollten. Dennoch versuchten Baptiste Veistroffer und Jakub Otruba ihr Glück in einer Fluchtgruppe. Das Duo konnte sich jedoch nie entscheidend absetzen. Das Hauptfeld gewährte den beiden lediglich einen Vorsprung von etwas mehr als einer Minute. Veistroffer hatte bereits auf der ersten Flachetappe dieser Tour mit einer langen Soloflucht auf sich aufmerksam gemacht. Auch diesmal sammelte der Franzose fleißig Punkte. Er gewann den Zwischensprint rund 55 Kilometer vor dem Ziel sowie die einzige Bergwertung des Tages. Nach 157 Kilometern an der Spitze wurde das Ausreißerduo 17 Kilometer vor dem Ziel gestellt.
Damit war der Weg frei für den erwarteten Massensprint. Alpecin-Premier Tech brachte Jasper Philipsen mit einem beeindruckenden Sprintzug in die beste Ausgangsposition. Der Flame eröffnete den Sprint von vorne, konnte das hohe Tempo auf den letzten Metern jedoch nicht halten. Landsmann Tim Merlier war zuvor von Jasper Stuyven ideal positioniert worden. Der Europameister zog kraftvoll an Philipsen vorbei und ließ auch Wærenskjold und Girmay keine Chance.
Für Merlier war es der erste Sieg bei dieser Tour und zugleich der erste belgische Tageserfolg der diesjährigen Frankreich-Rundfahrt. Bereits am Samstag erhalten die Sprinter die nächste Gelegenheit. Die achte Etappe führt über 182 Kilometer von Périgueux nach Bergerac. Lediglich zwei Bergwertungen der vierten Kategorie stehen auf dem Programm. Vieles deutet daher auf einen weiteren Massensprint hin. (belga/sc)

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