Zwischen Januar und Juni registrierte die Agentur rund 49.000 Versuche, die Außengrenzen der EU-Staaten irregulär zu überqueren.
„Weniger Boote machen sich auf den Weg nach Europa. Das ist das Ergebnis der kontinuierlichen Zusammenarbeit mit unseren regionalen Partnern“, erklärte Frontex-Direktor Hans Leijtens.
Trotz des Rückgangs bleiben die zentrale und die östliche Mittelmeerroute die am stärksten genutzten Migrationswege. Auf der zentralen Route wurden 16.643 Überquerungsversuche gezählt, auf der östlichen Route 14.340.
Die Zahl der Überfahrten über das zentrale Mittelmeer in Richtung Italien ging im Vergleich zum Vorjahr um die Hälfte zurück.
Auch über den Ärmelkanal versuchten weniger Migranten, von der Europäischen Union nach Großbritannien zu gelangen. Die Zahl der erfolgreichen oder verhinderten Überfahrten sank um 44 Prozent auf rund 18.400.
Als einzige Route verzeichnete die westliche Mittelmeerroute einen Anstieg. Dort wurden 7.900 irreguläre Grenzübertritte gezählt, 17 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.
Algerien blieb der wichtigste Ausgangspunkt. Die Balearen waren das häufigste Ziel und machten fast die Hälfte der Überfahrten auf dieser Route aus.
Der stärkste Rückgang wurde auf der Route von Westafrika zu den Kanarischen Inseln registriert.
Trotz der sinkenden Zahl irregulärer Überfahrten bleibt der menschliche Preis hoch. Nach Schätzungen der Internationalen Organisation für Migration sind seit Jahresbeginn fast 1.300 Menschen im Mittelmeer ertrunken. (belga/rt)

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