Flandern fehlen Sozialwohnungen für Menschen mit körperlicher Behinderung

<p>In Flandern sind 2,6 Prozent der verfügbaren Sozialwohnungen an Menschen mit körperlicher Behinderung angepasst.</p>
In Flandern sind 2,6 Prozent der verfügbaren Sozialwohnungen an Menschen mit körperlicher Behinderung angepasst. | Illustrationsbild: dpa

Das geht aus Zahlen hervor, die der Vlaams-Belang-Abgeordnete Michiel Awouters angefordert hat. Er fordert die flämische Regierung auf, dieses Ungleichgewicht zu beheben.

Nach den Angaben, die Awouters beim früheren Wohnungsminister Hans Bonte (Vooruit) eingeholt hat, weist Limburg mit 3,5 Prozent den höchsten Anteil angepasster Wohnungen auf. Gleichzeitig ist dort der Bedarf am größten: 8,3 Prozent der Bewerber benötigen eine entsprechend ausgestattete Sozialwohnung.

Den niedrigsten Anteil verzeichnet die Provinz Antwerpen. Dort sind lediglich 1,7 Prozent des Sozialwohnungsbestands angepasst. In Ostflandern liegt der Anteil bei 2,3 Prozent, in Flämisch-Brabant bei 3,1 Prozent und in Westflandern bei 3,4 Prozent.

Nach Ansicht von Awouters zeigen die Zahlen, dass das Angebot besser auf die Bedürfnisse der Menschen auf den Wartelisten abgestimmt werden müsse. Dabei dürfe nicht nur die Größe der Familien berücksichtigt werden, sondern auch die Zahl der Menschen, die wegen einer körperlichen Behinderung eine angepasste Sozialwohnung benötigten.

Bonte sieht vor allem die Wohnungsbaugesellschaften und die lokalen Behörden in der Verantwortung. Sie müssten sorgfältig prüfen, welcher konkrete Bedarf vor Ort bestehe.

Der frühere Minister erwartet zudem eine Zunahme der angepassten Wohnungen durch das verbindliche Sozialziel, das den Gemeinden einen bestimmten Anteil an Sozialwohnungen vorschreibt. Auch die Taskforce Wohnen und Raum befasse sich umfassend mit dem Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage. Dabei gehe es sowohl um den Wohnungstyp und die Bezahlbarkeit als auch um die Lage der Wohnungen. (belga/rt)

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