Nach Bußgeldern: Deutlich weniger Airbnb-Unterkünfte in Brüssel

<p>Das Airbnb-Angebot in Brüssel ist innerhalb eines Jahres um 23 Prozent gesunken.</p>
Das Airbnb-Angebot in Brüssel ist innerhalb eines Jahres um 23 Prozent gesunken. | Illustrationsbild: picture alliance/dpa

Im Juni 2025 wurden demnach noch 6.171 Unterkünfte für Kurzzeitvermietungen von weniger als 30 Tagen angeboten. Im vergangenen Monat waren es nur noch 4.750. Ganze Wohnungen, die knapp drei Viertel des Angebots ausmachten, verzeichneten einen Rückgang um 24 Prozent. Bei Privatzimmern lag das Minus bei 20 Prozent.

Besonders deutlich sank das Angebot in Vorst mit 35,8 Prozent sowie in Uccle und Etterbeek mit jeweils rund 34 Prozent. In der Stadt Brüssel, wo die meisten Airbnb-Unterkünfte angeboten werden, gingen 15 Prozent der zeitweise vermieteten Objekte offline.

Angesichts des angespannten Wohnungsmarktes und schwer kontrollierbarer Kurzzeitvermietungen gelten für Anbieter in der Region Brüssel-Hauptstadt seit 2016 strengere Auflagen. Nach Einschätzung von „L’Echo“ dürfte der jüngste Rückgang vor allem mit zahlreichen Bußgeldern und rückwirkend erhobenen Übernachtungssteuern zusammenhängen.

Die Brüsseler Steuerbehörde hatte im vergangenen Sommer rund 1.900 Bußgelder verschickt. Grundlage waren Daten, die Airbnb schließlich an die Behörden übermittelt hatte. Die dadurch erzielten Einnahmen werden auf 1,5 bis zwei Millionen Euro geschätzt. (belga/rt)

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