Trickdiebstähle in Ostbelgien: Polizei ruft zur Vorsicht auf

<p>Die Polizei warnt vor Trickdieben, die durch Nähe, Ablenkung oder falsche Hilfsgesuche an Wertsachen gelangen.</p>
Die Polizei warnt vor Trickdieben, die durch Nähe, Ablenkung oder falsche Hilfsgesuche an Wertsachen gelangen. | Illustrationsbild: dpa

Die Täter nutzen dabei nach Angaben der Polizei die Hilfsbereitschaft, Verwirrung oder Gutmütigkeit ahnungsloser Passanten aus, um unbemerkt Wertsachen wie Geldbörsen, hochwertige Armbanduhren oder Halsketten zu stehlen. Zielgruppe sind vor allem ältere Menschen, grundsätzlich könne es aber jeden treffen.

Die Masche folgt einem wiederkehrenden Muster: Die Täter steigen aus einem Auto aus oder sprechen Personen aus dem Fahrzeug heraus an. Häufig fragen sie nach dem Weg, etwa zum Krankenhaus oder zum Bahnhof. Als angeblicher Dank für die Hilfe drängen sie dem Opfer wertlosen Modeschmuck auf und legen ihn an.

Beim Anlegen des „Geschenks“ oder bei einer anschließenden Umarmung nutzen die Täter den Körperkontakt, um unbemerkt echten Schmuck zu öffnen und gegen die wertlose Ware auszutauschen. Danach entfernen sie sich mit dem Auto, bevor das Opfer den Diebstahl bemerkt.

Die Polizei rät, grundsätzlich Abstand zu halten, wenn fremde Personen einen ansprechen. Man solle nicht dicht an ein fremdes Auto herantreten und mindestens zwei Armlängen Abstand wahren. Geschenke oder Schmuck von Unbekannten auf der Straße sollten strikt abgelehnt werden.

Unerwünschter Körperkontakt sollte sofort unterbunden werden. Die Polizei empfiehlt, sich nicht umarmen zu lassen und nicht zuzulassen, dass Unbekannte an Hals, Handgelenke oder Taschen fassen. Wer sich bedrängt fühlt oder eine Situation als verdächtig empfindet, sollte laut um Unterstützung rufen, um die Aufmerksamkeit anderer Passanten zu gewinnen.

Wer bemerkt, dass er bestohlen werden soll, soll umgehend den Polizeinotruf 101 wählen. Auch wenn der Diebstahl erst später auffällt, sollte die Polizei verständigt werden. Zudem bittet die Polizeizone darum, sich nach Möglichkeit Kennzeichen, Marke und Farbe des Fahrzeugs sowie das Aussehen und sprachliche Merkmale der Insassen zu merken.

Nach Angaben der Polizei kommt es auch unter dem Vorwand von Unterschriftenaktionen oder Spendensammlungen immer wieder zu Diebstählen aus Geldbörsen oder aus der Kleidung von Personen, die spenden wollen. Auch hier gelte es, wachsam zu sein und Abstand zu wahren.

Für Fragen und weitere Informationen steht der Dienst für Kriminalprävention der Lokalen Polizeizone Weser-Göhl unter der Telefonnummer 087/450.428 oder per E-Mail an pz.wesgo.vorbeugung@police.belgium.eu zur Verfügung. (red/rt)

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