Für ihre Studie befragte die AWSR im März 1.000 Wallonen. Dabei zeigte sich, dass ein Viertel der Autofahrer vor Reiseantritt keine Informationen über die Verkehrsregeln im Urlaubsland einholt. Doch selbst wer die Vorschriften kennt, hält sich nicht immer daran.
Nach Einschätzung der Verkehrssicherheitsagentur führt die entspannte Urlaubsstimmung bei manchen Fahrern zu mehr Leichtsinn. So räumen fünf Prozent der Befragten ein, im Urlaub schneller zu fahren als gewöhnlich. Ebenso viele gaben an, sich eher als sonst nach Alkoholkonsum ans Steuer zu setzen.
„Solche Verhaltensweisen erhöhen das Unfallrisiko erheblich – sowohl für den Fahrer selbst als auch für andere Verkehrsteilnehmer – und können schnell zu hohen Geldbußen führen“, warnt die AWSR.
Die häufigsten Strafzettel betreffen Geschwindigkeitsüberschreitungen. 36 Prozent der Betroffenen wurden deswegen zur Kasse gebeten. Weitere 28 Prozent erhielten ein Bußgeld wegen Falschparkens. Hinzu kommen Verstöße wegen der Nutzung des Mobiltelefons am Steuer (12 Prozent), Fahrens unter Alkoholeinfluss (10 Prozent) oder unter Drogeneinfluss (8 Prozent).
Die Folgen können jedoch weit über ein Bußgeld hinausgehen. Jeder zehnte Befragte gab an, während eines Urlaubs bereits bei einem Verkehrsunfall schwer verletzt worden zu sein.
Die AWSR empfiehlt deshalb, sich vor der Abreise über die nationalen Verkehrsregeln des Reiselandes zu informieren. Eine Übersicht über die wichtigsten Vorschriften in den einzelnen europäischen Staaten bietet die offizielle Internetseite der Europäischen Union. (belga/calü)

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