Die Veranstaltung, früher unter dem Namen „Marche du Souvenir“ bekannt, wurde bereits zum 59. Mal organisiert und stand erneut im Zeichen von Erinnerung, internationaler Begegnung und Frieden.
Veranstalter der Marche Européenne du Souvenir et de l’Amitié (MESA) waren auch in diesem Jahr die Ardennenjäger der Kaserne in Marche-en-Famenne, die den Marsch bereits seit 1967 ausrichten. Angesichts der Hitze stellte die diesjährige Ausgabe die Organisatoren jedoch vor erhebliche logistische Herausforderungen. Trinkwasser, Erfrischungen, Obst und medizinische Versorgung mussten in deutlich größerem Umfang bereitgestellt werden.
Teilnehmer aus zahlreichen europäischen Ländern waren in die Ardennen gereist. Unter ihnen befanden sich auch viele junge Soldaten, die die Strecken teils in voller Uniform und laufend absolvierten. Zudem nahm erneut eine Gruppe wanderbegeisterter Teilnehmer aus dem Süden Ostbelgiens an dem internationalen Event teil.
Als zentrales Basislager war La Roche-en-Ardenne gewählt worden. Von dort aus wurden die Wanderer am frühen Morgen mit Bussen zu den jeweiligen Startorten gebracht: Marche-en-Famenne, Sainte-Ode, Bastogne und Saint-Hubert. Vor Ort konnten sie – je nach Kondition und Witterung – zwischen Strecken von acht, 16, 24 oder 32 Kilometern wählen.
Die Routen führten durch offenes Gelände, schattige Waldpassagen und immer wieder vorbei an Gedenkstätten, Mahnmalen, Wegekreuzen und Soldatenfriedhöfen. In der geschichtsträchtigen Region erinnerte der Marsch damit nicht nur an die Gefallenen vergangener Kriege, sondern machte die historische Bedeutung der Ardennen für viele Teilnehmer unmittelbar erfahrbar.
Nach den Wanderungen kehrten die Teilnehmer per klimatisiertem Bus ins Lager zurück, wo die Ourthe und ein Pool für willkommene Abkühlung sorgten. Die Abende klangen in geselliger Runde aus. Trotz der extremen Wetterbedingungen blieb der eigentliche Geist der Veranstaltung ungebrochen. Bei täglich bis zu 3.900 Teilnehmern standen nicht nur die sportliche Herausforderung, sondern vor allem das gemeinsame Gedenken, der internationale Austausch und das Eintreten für Frieden im Mittelpunkt. So verband der MESA-Marsch auch in diesem Jahr auf eindrucksvolle Weise Erinnerungskultur mit einer offenen, europäischen Begegnung. (red/arco)

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