Null-Toleranz-Kurs bei Lütticher Sommerfestivals

<p>Die Staatsanwaltschaft Lüttich kündigt ein strengeres Vorgehen gegen Drogenmissbrauchs bei Musikfestivals an.</p>
Die Staatsanwaltschaft Lüttich kündigt ein strengeres Vorgehen gegen Drogenmissbrauchs bei Musikfestivals an. | Foto: GE-Archiv

Auf dem gesamten Gebiet des Gerichtsbezirks sollen Kontrollen verstärkt und Delikte rund um Besitz und Konsum verbotener Substanzen konsequent geahndet werden. Die Justiz kündigt ein koordiniertes Vorgehen nach dem Prinzip der Null-Toleranz an.

Wie die Staatsanwaltschaft mitteilt, soll jede festgestellte Zuwiderhandlung im Zusammenhang mit Betäubungsmitteln, einschließlich Distickstoffmonoxid, eine unmittelbare strafrechtliche Reaktion nach sich ziehen. Betroffenen könne eine sofort zu zahlende Geldbuße angeboten werden, deren Höhe sich je nach Art und Menge der sichergestellten Substanzen zwischen 50 und 300 Euro bewege. Wer diese Maßnahme ablehne, müsse mit einer direkten Vorladung vor das Korrektionalgericht rechnen. Bei Verdacht auf Drogenhandel oder beim Besitz größerer Mengen drohten verschärfte strafrechtliche Konsequenzen, die bis zu einem Freiheitsentzug reichen könnten. Nach Angaben der Behörde gelten die Maßnahmen ausnahmslos für alle Personen auf den betroffenen Veranstaltungsgeländen. Erfasst seien damit nicht nur Besucherinnen und Besucher, sondern auch Künstler, technische und organisatorische Teams sowie externe Dienstleister. Funktion, Status oder Bekanntheitsgrad spielten bei der Anwendung der Vorschriften keine Rolle.

Zur Umsetzung des angekündigten Kurses sollen die Kontrollen sowohl an den Eingängen als auch auf den Geländen der Veranstaltungen ausgeweitet werden. Unterstützt werden die Einsätze unter anderem von spezialisierten Einheiten und Diensthundestaffeln. Zusätzlich sind präventive Maßnahmen wie freiwillige Abgabestellen vorgesehen, um Risiken bereits vor dem Betreten der Veranstaltung zu verringern. Die Staatsanwaltschaft begründet ihr Vorgehen mit den Gefahren, die vom Konsum illegaler Substanzen ausgehen könnten. Neben möglichen gesundheitlichen Schäden könne es zu unvorhersehbarem Verhalten kommen, das die Sicherheit anderer beeinträchtige und das geordnete Zusammenleben auf den Veranstaltungen gefährde. (arco)

Kommentare

Kommentar verfassen

0 Comment