Trotz KI-Boom: Mehr als die Hälfte der belgischen KMU will Personal einstellen

<p>Trotz des Vormarschs der KI wollen mehr als die Hälfte der belgischen kleinen und mittleren Unternehmen in den kommenden Monaten zusätzliche Mitarbeiter einstellen.</p>
Trotz des Vormarschs der KI wollen mehr als die Hälfte der belgischen kleinen und mittleren Unternehmen in den kommenden Monaten zusätzliche Mitarbeiter einstellen. | Foto: picture alliance/dpa

Demnach wollen 52,5 Prozent der Unternehmen mit fünf bis 100 Beschäftigten in den kommenden sechs Monaten neue Mitarbeiter einstellen. Ein derart hoher Wert wurde seit Einführung des Barometers im Jahr 2021 noch nicht gemessen.

Gleichzeitig rechnen 15,3 Prozent der befragten Firmen damit, in den nächsten sechs Monaten unbefristet angestellte Mitarbeiter entlassen zu müssen. Dass die Einstellungsbereitschaft dennoch so hoch bleibt, überrascht selbst die Studienautoren. Schließlich sorgen die rasanten Fortschritte im Bereich der künstlichen Intelligenz bereits heute dafür, dass einzelne Tätigkeiten verschwinden oder grundlegend umgestaltet werden.

Die Ergebnisse widersprechen zudem der häufig geäußerten Befürchtung, KI werde kurzfristig massenhaft Arbeitsplätze vernichten. Die Unternehmen erwarten vorwiegend Effizienzgewinne. So gehen 55,6 Prozent der Befragten davon aus, dass künstliche Intelligenz ihre Arbeitsabläufe in den kommenden Jahren spürbar verbessern wird. Lediglich 16,3 Prozent rechnen derzeit mit einem nennenswerten Abbau von Stellen.

„Die Ergebnisse zeigen eine bemerkenswerte Mischung aus Realismus und Zuversicht“, erklärt Geert Janssens, Chefökonom von Etion. „Die KMU bereiten sich auf ein unsicheres wirtschaftliches Umfeld vor, indem sie stärker auf Effizienz, Digitalisierung und Kostenkontrolle setzen – und gleichzeitig weiterhin in ihre Mitarbeiter investieren.“ (belga/calü)

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