Auf der Strombörse Epex Spot erreicht der Großhandelspreis für Strom zur Lieferung am Mittwoch um 20.45 Uhr 1.038,25 Euro pro Megawattstunde. Ein solches Niveau wurde seit 2020 nicht mehr erreicht.
Die Hitzewelle treibt die Preise nach oben. „Die Temperaturen steigen weiter, und damit nimmt auch der Kühlbedarf weiter zu. Der Druck auf die Preise verschärft sich in ganz Europa“, erklärte Energiehändler Matthias Detremmerie von Elindus.
Für Donnerstag werden sogar noch höhere Preise erwartet. Dann dürfte der Stromverbrauch weiter steigen, während zugleich wenig Wind vorhergesagt wird. Hinzu kommen teurere Stromimporte aus Frankreich. Dort müssen Atomkraftwerke ihre Produktion wegen hoher Wassertemperaturen in Flüssen einschränken.
Auch in den kommenden Tagen könnten die Großhandelspreise für Strom nach Einschätzung Detremmeries hoch bleiben.
Betroffen sind vor allem Verbraucher mit dynamischen Stromverträgen. Diese orientieren sich am Großhandelsmarkt und können sich alle 15 Minuten oder stündlich ändern. Solche Kunden spüren Preisspitzen direkter auf ihrer Rechnung – ebenso wie sie von sehr niedrigen oder sogar negativen Preisen profitieren können. (belga/rt)

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