Für die Landwirtschaft bringt die Wetterlage ein ideales, trockenes Zeitfenster zum Heumachen. Das letzte Wochenende ging in die Wettergeschichte Ostbelgiens ein. Am Weißen Stein, wo seit über 20 Jahren Wetterdaten erfasst werden, wurden sämtliche Juni-Rekorde gebrochen.
Werte von 34 bis 35 Grad gab es in der Region im ersten Sommermonat bisher noch nicht – ein Bild, das sich laut Meteorologe Karsten Brandt von Donnerwetter.de für ganz Ostbelgien nachvollziehen lässt. In dieser Woche könnte es nun nochmals rekordverdächtig heiß werden. Ursache dafür ist ein massiver Hitzedom über Frankreich, dessen Auswirkungen wir hier direkt zu spüren bekommen. Vor allem in Richtung Donnerstag und Freitag, eventuell auch noch am Samstag, klettern die Temperaturen voraussichtlich auf 35 bis 36 Grad. Selbst in den typischerweise kühleren Höhenlagen, wie am Mont Rigi oder am Weißen Stein auf knapp 700 Metern Höhe, sind Werte von 32 bis zu 34 Grad möglich. Für die Heuernte bietet diese Wetterlage optimale Bedingungen. Uns steht eine mehrtägige, trockene Phase bevor, da das Gewitterrisiko mit unter 10 Prozent verschwindend gering bleibt. Landwirte sollten diese Chance bis zum Freitag optimal nutzen. Ab dem späteren Freitag nimmt das Risiko für lokale Wärmegewitter langsam wieder zu, bevor sich am Samstag oder Sonntag ein grundlegender Umschwung der Wetterlage abzeichne. Wie nachhaltig diese Änderung sein wird, bleibt abzuwarten. Für die kommenden Tage gilt jedoch: Es wird sehr heiß, bleibt aber trocken mit viel Sonnenschein und einem nur minimalen Gewitterrisiko. (sc)

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